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eu-fördermittel : Gadebusch verknüpft Bus mit Bahn

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Aus der Redaktion der Gadebusch-Rehnaer Zeitung

Neuer Busbahnhof entsteht ab Juli fünf Meter neben den Bahngleisen. Land und Stadt investieren rund 345 000 Euro

Das Bahnhofsareal von Gadebusch wird weiter aufgewertet. Fahrradstellplätze, Bushaltestellen, Parkplätze und ein direkter Zugang zu den Bahngleisen entstehen bis zum Herbst. Auf derartige für Gadebusch gewinnbringende Verknüpfungspunkte zielen die Bemühungen der Stadt Gadebusch und des Landes Mecklenburg-Vorpommern ab. Zumindest erfüllte sich gestern nach 32 Jahren der Wunsch der Stadt, einen Haltepunkt für den Öffentlichen Personennahverkehr direkt am Bahnhof errichten zu können.

Ein überaus gut gelaunter Ulrich Howest bedankte sich bei Dr. Christoph Hornych, der, als Beauftragter für Europäische Fonds zur Regionalentwicklung des Landes, einen 284 000 Euro umfassenden Förderbescheid übergab. Christian Pegel, Minister für Energie, Infrastruktur und Landesentwicklung, ließ sich krankheitsbedingt entschuldigen. Dafür kann er sich den Eröffnungstermin im Kalender vermerken: Innerhalb von drei Monaten entsteht der neue Haltepunkte für Busse auf dem ehemaligen Gelände der Güterabfertigung. „Baustart ist am 7. Juli. LUT Gadebusch wird das Vorhaben innerhalb von drei Monaten umsetzen“, sagt Holger Saupe vom Gadebuscher Bauamt. Ein wichtiges Ausstattungsdetail fand bislang keine Berücksichtigung: die öffentlichen Toiletten. „Geht gar nicht“, meint Stadtvertreterin Luise Krüger. Sie wolle dafür Sorge tragen, dass die Linkspartei einen Eilantrag auf Investition am kommenden Montag auf der konstituierenden Sitzung der Stadtvertretung stellt.

Fest steht: „Am Haltepunkt entstehen 20 Fahrradunterstände, 15 Parkplätze sowie zwei Stellflächen für Busse und Taxis. Damit die Reisenden nicht im Regen stehen, wird für sie ein Unterstand gebaut“, so Howest. Die Gesamtkosten des über den Europäischen Fonds für Regionalentwicklung geförderten Bauvorhabens belaufen sich auf 344 964 Euro.

Geht doch, dachten auch Günter Blankenberg und Busunternehmer Wolfgang Flaegel. „Dann können wir wie früher den Linienverkehr um 5.55 Uhr fahren“, so Flaegel, der die Aufwertung des Haltpunktes als wichtigen Beitrag für die älteren Bürger sieht. Sie erhalten wie die Pendler die Möglichkeit, aus den Wohngebieten zum Bahnhof mit dem Bus zu fahren.

Zukunftsplanungen für den bisherigen Zentralen Busbahnhof in der Fritz-Reuter-Straße gibt es nicht. Ideen schon. Die reichen von einer Wohnbebauung bis zu Stellflächen für Reisebusse. Nachbarstädte wie Rehna hoffen indes, dass die jüngsten Investitionen einen dauerhaften Betrieb der Bahnstrecke bis Rehna beinhalten, denn ab 2016 wird über die Befahrung der Strecke erneut entschieden.


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erstellt am 21.Jun.2014 | 00:00 Uhr

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