Stadtbelebung : Gadebusch schließt die Baulücken

Baustelle Schulstraße: In den kommenden Monaten ensteht in der Baulücke das erste Wohnhaus.
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Baustelle Schulstraße: In den kommenden Monaten ensteht in der Baulücke das erste Wohnhaus.

Stadt finanziert Abbruch alter Häuser und entwickelt Bauflächen. Es gibt Fördermöglichkeiten für innerstädtische Vorhaben

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06. März 2014, 00:00 Uhr

Mitmachen lohnt sich, wenn es um die Stadtbelebung als auch -entwicklung geht, davon ist Bürgermeister Ulrich Howest überzeugt. Zumindest das Beispiel Schulstraße trägt Früchte. Dort hat die Kommune das Terrain für Bauwillige vorbereitet, Altlasten abreißen lassen.

Den kritischen Tönen vor dem Rückbau des Bürgerhauses, folgt jetzt die erste Lückenbebauung unterhalb der Stadtkirche. „Ein Grundstück ist verkauft. Dort beginnen die Bauarbeiten“, sagt Bauamtsmitarbeiterin Rommy Elßner. Genau in der Mitte der Baulücke entsteht ein Wohnhaus. Die ersten Gründungsarbeiten sind erfolgt. Entsprechend der Stadtplanung erhalten alle Hausgrundstücke eine Zufahrt. „Das innerstädtische Vorhaben ermöglicht die Errichtung von drei schmalen Häusern mit Hof“, sagt Elßner. Solche Grundstücke seien ideal für Häuslebauer, die nicht zwingend Areale von 1000 Quadratmetern bewirtschaften wollen. Zudem ist der Baugrund in der Schulstraße mit 27 Euro je Quadratmeter vergleichsweise günstig. Am Markt von Gadebusch liegt das Preisniveau bei 55 Euro je Quadratmeter.

Längst Geschichte ist die ehemalige Notschlachterei in der Schulstraße. In Kooperation mit dem Sanierungsträgers BIG Städtebau kaufte die Kommune das Grundstück von der BVVG . „Anschließend war auch hier der Weg für einen Abriss frei“, so Bürgermeister Ulrich Howest im Gespräch mit der SVZ. Das längst baufällige Haus wurde im Zuge einer so genannten Ordnungsmaßnahme abgerissen. „Eine Sanierung wäre finanziell nicht darstellbar gewesen. Für das freie Grundstück liegen uns heute bereits zwei Anfragen von Bauinteressenten vor“, sagt Rommy Elßner.

Bauinteressierte, die sich für ein Engagement in der Innenstadt aussprechen, haben die Chance, auf eine Förderung. Die kann je nach Projektumfang zwischen wenigen tausend Euro, 20 000 Euro und darüber liegen. Förderfähig seien Fenster, Fassade und Dachflächen, so Elßner. Möglich wird die Ausschüttung weiterer Fördergeldern auf Grund nicht abgerufener Finanzmittel. So hätten sich nicht alle Projektinitiativen zum Erfolg bringen lassen, denn Geld gebe es nur bei sicherer Eigenkapitaldecke, so die Bauamtsmitarbeiterin.

Der Weg zum Fördertopf ist unkompliziert. Elßner: „Wir freuen uns über jeden Kontakt und beraten Bauwillige gerne bei uns im Rathaus.“

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