Gedenkveranstaltung : Gadebusch erinnert an NS-Opfer

Eine Kranzniederlegung mit Schweigeminute fand gestern in Gedenken an die Opfer des Nationalsozialismus und des Holocaust in Gadebusch statt.  Fotos: Michael Schmidt
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Eine Kranzniederlegung mit Schweigeminute fand gestern in Gedenken an die Opfer des Nationalsozialismus und des Holocaust in Gadebusch statt. Fotos: Michael Schmidt

Linkspolitker Björn Griese: „Hass und Hetze führen zur neuer Gewalt und neuem Unrecht.“

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27. Januar 2016, 23:50 Uhr

In der Stadt Gadebusch und weiteren Orten Nordwestmecklenburgs ist gestern an die Opfer des Nationalsozialismus erinnert worden. Anlass war der 71. Jahrestag der Befreiung des Vernichtungslagers Auschwitz-Birkenau, wo mehr als eine Millionen Menschen umgebracht worden sind.

In Gadebusch nahmen Vertreter der Stadt, des Amtes, Kommunalpolitiker und Einwohner an der Gedenkveranstaltung teil. Der Vorsitzende der Linksfraktion im Kreistag, Björn Griese, rief in seiner Rede dazu auf, sich an die Ursachen des Holocaust zu erinnern: „Menschen, die anders aussahen, Menschen mit anderer Religion und mit anderer politischer Anschauung wurden verantwortlich gemacht für wirtschaftliche Krisen, Armut, Arbeitslosigkeit und die Bedrohung des deutschen Volkes. Hass, Hetze und Gewalt bestimmten damals vielerorts das Bild auf den Straßen.“

Griese zog auch Parallelen zur heutigen Zeit. Vermeintlich einfache Antworten seien zu hinterfragen. Gleichzeitig warnte der Linkspolitiker davor, dass Hass und Hetze zu neuer Gewalt, zu neuem Unrecht führen. „Menschen 1. und 2. Klasse gibt es nicht. Kämpft an gegen Gerüchte, Lügen und Hetze! Nur so kann Unmenschlichkeit und Gewalt verhindert werden. Gewalt, die zu neuen Kriegen, neuem Leid und Tod führen kann“, so Griese.

Der Internationale Holocaust-Gedenktag wird jeweils am Jahrestag der Befreiung des Vernichtungslagers Auschwitz-Birkenau durch die Rote Armee begangen. Dort hatten die Nazis zwischen 1940 und 1945 mehr als eine Million Menschen ermordet – Juden, Sinti und Roma sowie Menschen, die nach der NS-Rassenideologie nicht zur „Volksgemeinschaft“ gehörten. Heute ist das ehemalige Konzentrationslager Ausschwitz ein Museum.

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