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TSG Gadebusch - Dynamo Schwerin : Fußballvereinen droht Nachspiel vor Gericht

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Die beiden Fußballvereine Dynamo Schwerin und TSG Gadebusch könnten sich bald vor Gericht wiedersehen. Bei einem Spiel der A-Jugend war es zu Zwischenfällen in der Fan-Gemeinde gekommen.

svz.de von
erstellt am 24.Sep.2013 | 05:59 Uhr

Gadebusch/Schwerin | Dynamo Schwerin wehrt sich gegen die Vorwürfe der TSG Gadebusch, wonach es bei einem Spiel der A-Jugend zu Zwischenfällen seitens der Fans gekommen sein soll. Auch der Landesfußballverband hat sich in das Geschehen eingeschaltet. Von beiden Vereinen und dem Schiedsrichter wurden Stellungnahmen angefordert.

"Beide Seiten waren schuld", sagt Marcus Quint, erster Stellvertreter des Nachwuchszentrums der SG Dynamo Schwerin. "Das war auf keinen Fall einseitig."

Was war geschehen? Die A-Junioren der TSG spielten in der Landeshauptstadt, irgendwann rückte die Polizei an. Gerufen habe sie der Trainer der Gadebuscher A-Junioren, sagt der Gadebuscher Trainer. Fans von Dynamo seien ausfällig geworden, hätten Spieler und mitgereiste Eltern bedroht (SVZ berichtete). Die Spieler hätten dann unter Polizeischutz das Gelände verlassen.

Es sei richtig, sagt Marcus Quint, die Polizei wurde gerufen. Allerdings: Auch die Gadebuscher seien ausfällig geworden. Abseits des Spielfeldes hätten mitgereiste Gadebuscher die Verwandten eines Schweriner Spielers beleidigt. Der junge Mann sei aufgrund seiner Hautfarbe beschimpft worden. Die Emotionen seien immer weiter hochgekocht, schildert das Schweriner Nachwuchszentrum in einer Stellungnahme. Jedoch sei von Seiten der Dynamo-Trainer schon vor Eintreffen der Polizei die Lage beruhigt worden.

Marcus Quint vermutet, dass versucht wurde, vor dem Männerspiel, das am vergangenen Wochenende gelaufen ist, Stimmung zu machen. Das Verhältnis beider Vereine sei nicht unbelastet.

Er plädiert dafür, zwischen dem Erwachsenenbereich und der Jugendarbeit zu trennen: "Mir kommt es manchmal so vor, als sei Dynamo nicht erwünscht", sagt Quint. Das Nachwuchszentrum habe im Vorfeld des Männerspiels bewusst keine öffentliche Stellungnahme vorgenommen, da es keine weiteren Reizpunkte setzen wollte. Die TSG hatte sich nach dem Spiel der A-Jugend unter anderem an den Landesfußballverband gewandt. Quint hat nun Befürchtungen vor mög lichen Konsequenzen.

Landesverbands-Präsident Joachim Masuch will die Vorfälle untersuchen lassen. Bis zum Ende der Woche sollen die jeweiligen Berichte vom Schiedsrichter und der Vereine vorliegen. Sie gehen dann an das Sportgericht. In zwei Wochen könnte eine Verhandlung zu dem Ereignissen angesetzt werden und möglicherweise eine Sanktionierung erfolgen. Darüber hinaus habe der Landesfußballverband bereits das Gespräch mit dem Stadtsportbund Schwerin und dem Landessportbund gesucht, erklärt der Präsident.

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