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Königsfeld und Schildetal : Fusion kann Vorteile bringen

vom
Aus der Redaktion der Gadebusch-Rehnaer Zeitung

Königsfeld und Schildetal haben den Zusammenschluss von Gemeinden bereits hinter sich. Vorteile überwiegen deutlich

svz.de von
erstellt am 24.Mär.2017 | 04:45 Uhr

Seit einigen Wochen hat die Koordinierungsstelle des Landkreises ihre Arbeit aufgenommen. Vor dem Hintergrund des neuen Gemeindeleitbildgesetzes touren die beiden Koordinatoren Jürgen Ditz und Florian Schneider durch die Ämter, Städte und Gemeinden. In Selbsteinschätzungen sollen diese nach einem einheitlichen Punktesystem ihre „Lebensfähigkeit“ überprüfen (die SVZ berichtete mehrfach).

Zwei Gemeinden, die so einen Zusammenschluss bereits vor geraumer Zeit vorgenommen haben, sind Königsfeld im Amt Rehna und Schildetal im Amt Lützow-Lübstorf. „Wir haben uns bereits 2004 aus den damals noch eigenständigen Gemeinden Groß Rünz, Demern und Bülow gebildet“, erinnert sich Klaus Babbe, Bürgermeister von Königsfeld. In seinen Augen war das damals die richtige Entscheidung und hat für alle Drei Vorteile gebracht. „Natürlich müssen die Gemeinden zusammenpassen. Aber wenn das so ist und die Gesamtfläche überschaubar ist, bietet sich das an“, so der Königsfelder Gemeinde-Chef. Sie hätten jetzt mit rund 1000 Einwohnern eine zukunftsfähige Größe. Die Strukturen in den Alt-Gemeinden konnten und können dadurch erhalten bleiben, so dass es in den Orten zahlreiche Angebote und Veranstaltungen gibt, erzählt Babbe. Nun sei es aber genug, sonst werde es unübersichtlich, ist er der Meinung. „Nur im Hinblick auf die Summen, die heute vom Land gezahlt werden, bin ich etwas unglücklich. Das empfinde ich als Ungleichbehandlung. Wenn ich das damals schon gewusst hätte, hätte ich noch abgewartet“, so das Gemeindeoberhaupt von Königsfeld. Damals bekamen die Gemeinden, die ihre Eigenständigkeit aufgaben, 75 000 Euro – heute können es nach Aussage von Koordinator Ditz bis zu 1,2 Millionen Euro sein.

Auch Badow und Renzow im Amt Lützow-Lübstorf entschlossen sich, die Gemeindezukunft gemeinsam zu gestalten. Fünf Jahre später als Königsfeld, also im Jahr 2009, entstand so die Gemeinde Schildetal. „Ich würde es aus heutiger Sicht noch einmal so machen“, sagt Bürgermeister Matthias Wiegand. Sie hätten einiges an Kosten gespart, konnten viele Schulden abbauen. „Badow ist dadurch entschuldet worden und Renzow erhielt mit dem Krähenbergweg und die Querstraße zwei sanierte Straßen“, so das Schildetaler Gemeindeoberhaupt auf SVZ-Nachfrage. Der Hauptteil der mehreren hunderttausend Euro floss aber in die Entschuldung von Badow. „Für mich war immer ein ganz wichtiger Faktor, dass es für die Amtsverwaltung eine Arbeitsentlastung gibt. Wir würden heute wesentlich schlechter dastehen, wenn wir damals nicht fusioniert hätten“, resümiert Wiegand.

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