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Gadebusch-Rehnaer Zeitung

19. November 2017 | 22:48 Uhr

Nahverkehr : Für vier Euro mit dem Bus ans Meer

vom
Aus der Redaktion der Gadebusch-Rehnaer Zeitung

Der neue Nahverkehr in Nordwestmecklenburg soll mit attraktiven Fahrpreisen neue und vor allem viele Fahrgäste anlocken.

svz.de von
erstellt am 02.Dez.2015 | 08:00 Uhr

Für vier Euro von Lützow zum Baden auf die Insel Poel. Geht nicht? Geht doch! Wenn am 1. Januar der neue Nahverkehrsplan für den Nordwesten in Kraft tritt, können Fahrgäste für schlappe vier Euro von einem Zipfel des Nordwestkreises zum anderen reisen. Mit dem Bus von Timmendorf/Poel nach Rehna, vom Ostseebad Boltenhagen sogar bis in die Landeshauptstadt Schwerin.

„Grundsätzlich sind das sehr attraktive Fahrtarife und deutlich günstigere als die heutigen“, sagt Jörg Lettau. Neben dem neuen ausgeklügelten Liniennetz, das der Geschäftsführer der kommunalen Nahbus Nordwestmecklenburg GmbH über den Nordwestkreis gelegt hat, soll der neue ÖPNV vor allem aber auch über günstige Fahrpreise punkten. „Der neue ÖPNV soll Leute bewegen, ihr Auto öfter stehen zu lassen.“, sagt Michael Berkhahn. Der Nahbus-Aufsichtsratsavorsitzende setzt auf den neuen Nahverkehr als Alternative auf das eigene Gefährt, um sein Ziel im Landkreis zu erreichen.

Neue Linien, ausgefeilte Fahrpläne, attraktive Fahrpreise. Das klingt irgendwie nach „Hurra, hurra, der Bus ist da. Wir fahren an den FKK.“. Doch noch ist alles nur Simulation, ein Gebilde aus langwieriger Planung, Hoffen und Wünschen. Was ab Januar im öffentlichen Personennahverkehr wirklich passiert, weiß niemand so genau. „Im normalen Fahrplan erwarten wir keine Probleme. Was allerdings den neuen Service unserer Anruf-Busse betrifft, wäre eine Prognose reine Kaffeesatzleserei“, sagt Jörg Lettau. Es könne ruhig oder aber intensiver werden. In letztem Falle werde man dann mit Mann und Maus fahren.

Neu wird übrigens auch sein, dass die Überlandbusse, die in die Kreisstadt fahren, an allen auf deren Weg liegenden Haltestellen der Wismarer Stadtbusse anhalten werden. Das gab es bislang nicht. Und noch etwas ist neu: Künftig werden Fahrscheinkontrolleure in den Bussen nach dem Rechten sehen. Denn attraktive Fahrpreise hin oder her. Schwarzfahrer gibt es immer. „Doch die“, so Jörg Lettau, „sehen wir gar nicht gern.“

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