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Behindertenverein : Für ein Leben ohne Hindernisse

vom
Aus der Redaktion der Gadebusch-Rehnaer Zeitung

Behindertenverein Gadebusch e.V. übernimmt Verantwortung für behinderte Menschen / Vorstand für weitere vier Jahre gewählt

svz.de von
erstellt am 13.Okt.2015 | 23:47 Uhr

Gut markierte Behindertenparkplätze, Aufmerksamkeitsstreifen für Menschen mit Sehbeeinträchtigungen, barrierefreie Alt- und Neubauten. Es gibt viele Möglichkeiten, Barrieren für ein Leben ohne Hindernisse abzubauen. Und es gibt Menschen, die helfen, Rechte von behinderten Mitmenschen durchzusetzen. Menschen, die Verantwortung übernehmen, Sprachrohr und Vertreter für Behinderte sind. Organisiert sind sie unter anderem im Behindertenverein Gadebusch e. V., der gestern im Saal des Feuerwehrhauses der Freiwilligen Feuerwehr Gadebusch seinen neuen Vorstand wählte.

Doch so neu war dieser denn doch nicht. Denn die mehr als 50 anwesenden von insgesamt 80 Vereinsmitglieder wählten die neun bisherigen Vorstandsmitglieder einstimmig auch in den neuen Vorstand. „Ihr habt viel Freizeit für uns gelassen.“, „Auf euch ist Verlass!“ oder „Besser geht’s nicht.“ – So sieht Zufriedenheit der Vereinsmitglieder mit der geleisteten Arbeit ihrer Führungsriege aus. Und weil das auch innerhalb des Vereinsvorstands so ist, geht dieser unter der bewährten Führung von Jutta Stüber in vier weitere gemeinsame Jahre des Ehrenamts.

Zuvor hatte die 61-Jährige Rechenschaft über die geleistete Arbeit in den zurückliegenden vier Jahren und ein starkes Votum für die Unverzichtbarkeit auf Barrierefreiheit nicht nur bei Menschen mit Beeinträchtigungen abgelegt. „Barrierefreiheit soll selbstverständlich und allerorts erreicht werden“, so Jutta Stüber. „Auch andere mobilitätseingeschränkte Personen wie Eltern mit Kleinkindern, Unfallgeschädigte oder Senioren profitieren davon.“

Gut jeder Siebte in Mecklenburg-Vorpommern hat nach Angaben des Statistischen Landesamts eine Behinderung. Mehr als zwei Drittel aller Behinderten sei 55 Jahre oder älter. Fast drei von vier Betroffenen sind den Angaben zufolge schwerbehindert. Darüber hinaus wurde deutlich, dass Behinderte auf dem Arbeitsmarkt deutliche Nachteile haben. Von den 15- bis 65-jährigen Behinderten seien 44,7 Prozent erwerbstätig, bei den Nichtbehinderten seien es 83 Prozent.

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