Gadebusch : Für das Fest fallen nun die Bäume

Etwa 27 Jahre hat die stattliche Blaufichte in einem Vorgarten in der Rehnaer Straße gestanden. Nun wird sie ihrer letzten Bestimmung, als Weihnachtsbaum für die Stadt Gadebusch zu dienen, zugeführt.  Fotos: Peter Täufel
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Etwa 27 Jahre hat die stattliche Blaufichte in einem Vorgarten in der Rehnaer Straße gestanden. Nun wird sie ihrer letzten Bestimmung, als Weihnachtsbaum für die Stadt Gadebusch zu dienen, zugeführt. Fotos: Peter Täufel

Nach Totensonntag werden in den Städten und Gemeinden die Weihnachtsbäume aufgestellt und die Weihnachtsmärkte geöffnet

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28. November 2017, 05:00 Uhr

Zwar hat es hier und da schon den ein oder anderen Voradventsmarkt gegeben – aber so richtig los geht es jetzt erst nach Totensonnteg: In Vorbereitung des von der Museumsanlage Gadebusch organisierten Weihnachtsmarktes am kommenden Sonnabend, 2. Dezember, ist gestern der Weihnachtsbaum auf dem Marktplatz der Münzstadt aufgestellt worden.

Die etwa zehn Meter hohe Blaufichte hat Gerd Griebenow zur Verfügung gestellt. „Die habe ich 1990 gepflanzt“, erinnert sich der Gadebuscher. Fast 30 Jahre stand sie nun direkt vor seinem Haus in der Rehnaer Straße. „Naja, die ist ja nun doch schon ganz schön groß – und die Stürme werden auch immer häufiger“, verrät Griebenow seine Beweggründe für diese Spende an die Stadt. Immerhin braucht er über diesen Weg für die Beseitigung des Baumes nichts zu bezahlen.

Die Mitarbeiter des Bauhofs Gadebusch machten indes kurzen Prozess: Innerhalb von zwei Stunden fällten sie die an der Basis gut einen halben Meter dicke Blaufichte. Mit Hilfe eines mobilen Krans und eines Sattelschleppers der Gadebuscher Firma Abraham wurde der Baum aufgeladen und in die Stadt transportiert. Nach weiteren Schnitten mit der Motorkettensäge, um den Stamm der Aufnahmevorrichtung in der Marktplatz-Pflasterung anzupassen, steht er nun. Heute soll er geschmückt werden. Das übernimmt ebenfalls der städtische Bauhof. „Er wird wieder mit den etwa 20 Leuchtsternen versehen“, so Bauhofchef Uwe Tews. Vor Jahren hatte man den Weihnachtsbaum auch noch mit bunten Päckchen versehen, doch davon ist man abgekommen – sie hielten einfach nicht lang genug.

Rund fünf Wochen wird der Gadebuscher Weihnachtsbaum nun an seinem Platz auf dem Markt vor dem Rathaus stehen. „Ich habe, glaube ich, den besten Blick auf ihn“, freut sich Bauamtsleiterin Rommy Elßner. Traditionell wird die Blaufichte bis Januar – für gewöhnlich bis Hohes Neujahr – stehen gelassen. Was danach mit dem Baum passiert? „Er wird zerhackschnitzelt und der thermischen Verwertung in unserem Heizwerk zugeführt“, erklärt Bauhofleiter Tews. Übrigens: Den potenziellen Weihnachtsbaum 2018 für Gadebusch gibt es auch schon. Es könnte die Blaufichte von einer Mitarbeiterin der Seniorenwohnanlage sein.

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