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Prävention : Führerschein für gesunde Ernährung

vom
Aus der Redaktion der Gadebusch-Rehnaer Zeitung

Putzen, Schnippeln, Abschmecken: Schüler beweisen ihr Wissen über gesundes Essen. Prävention muss bei Kindern anfangen

von
erstellt am 14.Mai.2015 | 23:30 Uhr

Was ist gesund? Wie viel darf ich naschen? Und was steckt eigentlich alles in meinem Getränk? Antworten auf diese und viele weitere Fragen zum Thema Essen lernen Drittklässler beim Ernährungsführerschein.

Der aid-Ernährungsführerschein ist ein Unterrichtskonzept, bei dem der praktische Umgang mit Lebensmitteln und Küchengeräten im Mittelpunkt steht. Ilona Scheufler vom Fachdienst öffentliche Gesundheit des Landkreis Nordwestmecklenburg – Gesundheit und Prävention – vermittelt dieses Präventionsprojekt an Grundschulen in der Region. „In acht Doppelstunden bereiten die Schüler sich auf ihre Führerscheinprüfung vor“, so Scheufler. Gemeinsam mit ihren Lehrern schnippeln sie frisches Gemüse für leckere Salate oder bereiten fruchtige Quarkspeisen und andere Gerichte zu. „Dabei lernen sie, wie man richtig mit den Küchengeräten umgeht, den Tisch deckt oder auch den Backofen bedient.“

Um den Ernährungsführerschein zu bekommen, müssen die Kinder eine schriftliche und eine praktische Prüfung ablegen. „In der Theorie werden den Kindern verschiedene Fragen gestellt, zum Beispiel, was man alles für einen gesunden Salat braucht“, so Scheufler. Im praktischen Teil werden dann die Kochschürzen umgebunden und die Kleinen müssen ihr Können in der Küche unter Beweis stellen.

„Die Kinder lernen vor allem, dass eine ausgewogene Ernährung gesund ist“, erzählt die Ernährungs-Expertin. „Das heißt auch, dass man naschen darf. Natürlich alles in Maßen.“ Mit Genuss essen, obendrein vielseitig, gesund und nachhaltig – das sind Ziele der Ernährungs- und Verbraucherbildung. Im Unterricht entdecken die Kinder die Lebensmittelvielfalt, erschließen sich die Botschaften der aid-Ernährungspyramide und lernen in vielen Mitmach-Aktionen Lebensmittel wertzuschätzen.

„Wir haben beispielsweise auch ein Projekt für Schüler der fünften bis sechsten Klasse, die Schmexperten“, so Scheufler weiter. Denn Prävention muss schon bei den Kleinen anfangen. Mit kooperativen Lernformen, Reflexion, Sinn-Experimenten und weiteren schüler- und handlungsorientierten Methoden wird hier zum Handeln im Alltag motiviert.

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