Kleine Töpfermeister : Fröhliches Spiel mit dem Matsch

Selbst gemacht: Die Kinder durften unter Aufsicht eines Profis Weihnachtsgeschenke aus Ton herstellen.
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Selbst gemacht: Die Kinder durften unter Aufsicht eines Profis Weihnachtsgeschenke aus Ton herstellen.

Gadebuscher Kindergarten Arche Noah lädt Töpferin ein / Kinder lernen Umgang mit neuem Material und fertigen Weihnachtsgeschenke

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03. Dezember 2013, 22:30 Uhr

Ganz konzentriert schaut Marta auf das Stück Ton vor sich. Zuerst drückt sie eine Ausstechform in die helle Masse. Dann nimmt die Dreijährige einen Holzspatel und beginnt, Löcher in den ausgestochenen Engel zu drücken. „Das macht Spaß“, sagt sie, lacht und greift zu einem neuen Stück der Tonmasse.

Engelchen, Tannenbäume, Glöckchen und Sterne bastelten die Kinder des Gadebuscher Kindergartens Arche Noah gestern. Zum Spiel mit dem Matsch hatten die Erzieherinnen Rita Martens und Mildredt Wiegel einen Profi dieses Fachs eingeladen: Anette Schattauer. Die 49-Jährige ist gelernte Töpferin und extra aus Wittenförden angereist, um den elf Kindern des Malkurses zu zeigen, was sie alles aus Ton fertigen können.

Während die Kinder bereits eifrig mit Spateln, Trinkröhrchen und Ausstechformen die matschige Masse bearbeiten, schaut die Töpferin jedem Kind genau über die Schulter: „Das hast du wirklich sehr schön gemacht“, lobt sie Amy. Die Fünfjährige strahlt über das ganze Gesicht: „Ich habe Geschenke für Mama gemacht – und für Oma und Opa auch.“

Die Idee, zur Weihnachtszeit Geschenke zu töpfern, hatte Rita Martens. „Diese Aktion ist ein Überbleibsel des Comenius-Projektes, bei dem wir als Kindergarten vor vier Jahren mitgemacht haben“, erzählt die Erzieherin. Bei diesem europäischen Programm für schulische Bildung wurden verschiedene künstlerische Projekte gefördert – unter anderem der Malkurs des Kindergartens. „Dank des Comenius-Projektes können wir jetzt einige Kurse kostenlos weiterführen“, sagt Rita Martens.

Anette Schattauer hat sämtliches Werkzeug, den Ton und die Stoffunterlagen mitgebracht, mit denen die Kinder jetzt arbeiten. Sie schaut zufrieden in die Runde: „Mit Kindern ist das Töpfern so unkompliziert“, sagt sie. „Die legen einfach los.“

Wenn die kleinen Künstler nach zwei Stunden ihre Werke beendet und sich die Hände von der Arbeit mit dem Ton gesäubert haben, packt Anette Schattauer die sorgfältig beschrifteten und beiseite gestellten Kunstwerke ein und nimmt sie mit nach Hause. „Jetzt muss das Getöpferte mindestens zwei Wochen an der Luft trocknen“, erzählt sie. Dann können die Engel, Tannenbäume und Sterne zum ersten Mal bei 950 Grad gebrannt werden. Danach wird die Töpferin auf jedes der Stücke Farbe aufbringen und sie noch einmal in den Ofen schieben. „Und dann müssen wir mal sehen, wie wir die Sachen wieder hierher nach Gadebusch bringen“, sagt Schattauer und schmunzelt. Dann kann jedes Kind, pünktlich zu Weihnachten, seine Kunstwerke mit nach Hause nehmen.

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