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Wintereinbruch in Nordwestmecklenburg : Freud und Leid im Flockenwirbel

vom
Aus der Redaktion der Gadebusch-Rehnaer Zeitung

Unfälle und Stromausfall auf der einen, normaler Unterricht und Busverkehr auf der anderen Seite - die Bilanz des Wintereinbruchs

svz.de von
erstellt am 13.Jan.2017 | 21:00 Uhr

Der erneute Wintereinbruch in der Nacht zu Freitag und am Freitag Vormittag sorgte für teilweise schwierige Straßenverhältnisse. Mancherorts fiel in kurzer Zeit bis zu zehn Zentimeter Schnee. „Alles in allem haben sich die Verkehrsteilnehmer den Straßenverhältnissen angemessen verhalten“, zieht Polizeisprecherin Nancy Schönenberg ein Resümmee für Nordwestmecklenburg. Die Anzahl der glättebedingten Unfälle sei im üblichen Rahmen.

Trotzdem verzeichnet die Polizei am  Morgen sieben Verkehrsunfälle aufgrund glatter oder rutschiger Straßen. Drei Personen werden dabei leicht verletzt. Wegen eines verunfallten und quer stehenden Lkw ist die Autobahn 14 von der Abfahrt Jesendorf in Richtung Schwerin mehrere Stunden voll gesperrt. Die Autobahnmeisterei kann wegen des Unfalls die Fahrbahn nicht streuen, so dass sich eine Eisschicht bildet. Auf der A 20 Höhe Lüderstorf kommt gegen 6 Uhr ein Transporter von der Fahrbahn ab. Ein Rettungswagen bringt den 20 Jahre alten Fahrer mit leichten Verletzungen ins Krankenhaus. Am Ortseingang Neues Dorf überschlägt sich gegen 5.30 Uhr ein Suzuki, nachdem seine Fahrerin hinter einer Linkskurve die Kontrolle über den Pkw verliert. Das Fahrzeug bleibt im Straßengraben auf dem Dach liegen. Die Fahrerin wird ins Krankenhaus gebracht. „Zur gleichen Zeit rutschte in Groß Brütz eine Frau mit ihrem Pkw gegen eine Hauswand sowie einen Zaun und prallte gegen einen Anhänger, auf dem sich ein Bagger befand“, berichtet Nancy Schönenberg. Die 36-Jährige habe einen Schock erlitten, ihr Skoda sei danach nicht mehr fahrbereit gewesen. Insgesamt wird der Sachschaden dieser Unfälle vorläufig auf mehr als 25 000 Euro geschätzt.

Für die Schüler im Raum Gadebusch-Rehna-Lützow verläuft der Morgen weitestgehend ohne Probleme. „Alles in Ordnung. Alle Schüler und Lehrer sind zum Unterricht erschienen“, sagt Petra Hering, Leiterin der Grundschule Roggendorf. Das Gleiche vermelden Schulleiterin Annette Jürß aus Carlow, Marion Rohde, kommissarisch stellvertretende Schulleiterin aus Schlagsdorf, Schulleiterin Iris Lehmann von der Heinrich-Heine-Schule Gadebusch sowie Thomas Barsch, Schulleiter der Regionalen Schule Rehna. Einzig in Lützow gab es ein paar Probleme. „Es sind nicht alle Kinder da. Die Eltern können das ja selbst entscheiden und von den Dörfern ist es manchmal schwierig bei so einem Wetter wegzukommen“, schildert die stellvertretende Schulleiterin Renate Ott die Situation. Auch der Bus von Käselow über Benthof nach Lützow hatte nach Auskunft von Nahbus Probleme, er konnte die Haltestellen nicht anfahren.

Dass die Schulbusse trotzdem ohne Ausfälle und nur zum Teil mit größeren Verspätungen verkehren können, ist auch der Kreisstraßenmeisterei zu verdanken. „Elf Fahrzeuge waren ab drei Uhr morgens im Einsatz“, berichtet Monika Mahlke von der Kreisverwaltung.

Der Energieversorger Wemag verzeichnet durch den nassen und damit schweren Schnee einige Stromausfälle. „In der Region Gadebusch-Rehna hat es eine Störung in Nesow Ausbau gegeben. Abbrechende Äste haben zwei Freileitungen durchtrennt“, teilt Unternehmenssprecher Michael Enigk mit. Insgesamt sind 5000 Wemag-Kunden, vorwiegend im Kreis Ludwigslust-Parchim, zeitweise ohne Strom.

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