Gadebusch : Freizeithaus mitten im Umzug

Freizeithausleiter Thoralf Schmidt ist seit dieser Woche mitten im Umzug.
Freizeithausleiter Thoralf Schmidt ist seit dieser Woche mitten im Umzug.

Gadebuscher Jugendtreff zieht ins Schützenhaus

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20. Februar 2018, 21:00 Uhr

Karton um Karton stapeln die Männer vom DRK auf ihren Anhänger, er soll Richtung Altes Schützenhaus rollen – der Umzug des Gadebuscher Freizeithauses ist seit dieser Woche in vollem Gange. Dabei kommt vieles mit, vom Buch bis zur Tischtennisplatte. „Offiziell müssen wir zum Ende diesen Monats geräumt haben und die Räumlichkeiten besenrein übergeben. Das wird so auch passieren“, sagt Freizeithausleiter Thoralf Schmidt.

Nicht alles soll mitkommen. „Etwa Dreiviertel der Dinge von hier ziehen mit um, der Rest soll bei einem Flohmarkt versteigert werden.“ Der findet morgen von 14 bis 18 Uhr statt. Ein Brennofen ist noch immer ein Wackelkandidat. „Wir müssen uns überlegen, was wir überhaupt brauchen.“ Der Ofen sei jedoch offiziell das schwerste zu transportierende Teil.

Eine neue Couch hingegen ist schon in den neuen vier Wänden. „Die haben wir aus Paletten selbst gebaut. Es ist auch geplant, eine weitere kleine Couch zusammenbauen“, erklärt der Freizeithausleiter. Der Raum dafür soll im Keller entstehen. Hier sieht Thoralf Schmidt den Wermutstropfen in dem Umzug. „So eine großzügige Werkstatt wie hier haben wir im Alten Schützenhaus nicht.“

Generell aber könne er sagen, dass der neue Jugendtreffpunkt ein Zugewinn für die Heranwachsenden sei. Dicht am Stadtpark gelegen biete es nicht nur „helle, freundliche Räume“ sondern auch die Nähe zur Natur. „Ich kann mir gut vorstellen, dass wir im Sommer zum Beispiel gemeinsam Waldspaziergänge machen“, so der Schweriner. Auch die Nutzung der Waldbühne schließt er nicht aus. Da das Alte Schützenhaus inmitten eines entstehenden Neubaugebietes liegt, freut sich Thoralf Schmidt schon auf die neuen Nachbarn. „Da wir hier ein Musikhaus sind, hoffe ich, dass die Nachbarn es schön finden, wenn wir im Sommer bei offenen Fenstern musizieren.“ Zwar werde es keine eigene Musik AG geben, Thoralf Schmidt hofft aber auf eine Kooperation mit dem Pegasus-Musikverein – zum Beispiel einen gemeinsamen Trommelkurs.

Einen Mehrwert sieht der Freizeithausleiter auch in dem großen Tanzsaal des Alten Schützenhauses. „Hier wünschen wir uns noch neue Impulse, vielleicht sogar einen professionell begleiteten Kursus.“ Auch andere Projekte wie ein Fotografiekurs, ein Töpferkurs und eine Nachhilfe-AG sollen in den neuen Räumlichkeiten einen Platz haben.

Mit dem Umzug startet für das Freizeithaus auch eine Zeit des Umbruchs. „Hier könnte ein Ort des Miteinanders sein, wo Netzwerkpartnerschaften zum Beispiel mit anderen Vereinen entstehen“, findet Thoralf Schmidt.

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