zur Navigation springen
Gadebusch-Rehnaer Zeitung

20. November 2017 | 13:06 Uhr

Grevesmühlen : Fluthelfer bekamen Medaillen

vom
Aus der Redaktion der Gadebusch-Rehnaer Zeitung

Angehörige des Technischen Hilfswerks wurden für ihren Einsatz an der Elbe im Sommer vergangenen Jahres ausgezeichnet

svz.de von
erstellt am 26.Okt.2014 | 23:42 Uhr

Bei der Elbflut im Sommer vergangenen Jahres hatten sie Sandsäcke geschleppt und Deichabschnitte gesichert: In der Grevesmühlener Malzfabrik sind rund 30 Helfer des Technischen Hilfswerks (THW) aus Nordwestmecklenburg deshalb jetzt mit der Einsatzmedaille „Fluthilfe 2013“ geehrt worden. Gestiftet wurde die Auszeichnung von Bundespräsident Joachim Gauck.

Für den Landkreis sei es gut zu wissen, dass er in besonderen Situation nicht nur auf die Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehren und weiterer Hilfsorganisationen zurückgreifen könne, sondern eben auch auf die THW-ler, sagte der stellvertretende Landrat, Gerhard Rappen. „Gerade Ihre besonderen technischen Möglichkeiten machen Sie unverzichtbar.“

Rappen dankte den THW-Mitgliedern für ihre ständige Bereitschaft zur Hilfe und auch für die Beteiligung an gemeinsamen Übungen mit den Katastrophenschutzkräften des Landkreises. „Sie erbringen mit Ihrer ehrenamtlichen Tätigkeit eine sehr wichtige Leistung für unsere Zivilgesellschaft. Sie opfern viele Stunden Ihrer persönlichen Freizeit zum Wohle der Allgemeinheit nicht nur bei der Ausbildung und bei Übungen, sondern bei realen Einsätzen im In- und Ausland. Zu danken ist auch Ihren Familienangehörigen und Ihren Arbeitgebern für das Verständnis, das sie Ihnen entgegenbringen“, so der stellvertretende Landrat an die Ausgezeichneten gewandt.

Neben den Mitgliedern des THW waren nach Angaben von Rappen auch insgesamt 246 Kameraden aus 32 Freiwilligen Feuerwehren zum Füllen von Sandsäcken sowie Angehörige der Malteser mit einem Betreuungszug, des Deutschen Roten Kreuzes, des Arbeiter-Samariter-Bundes mit einem Sanitätszug und der Technische Trupp der Technischen Einsatzleitung bei der Elbflut als Helfer vor Ort. Aus Beständen des Landkreises und der Hansestadt Wismar seien 174 000 Sandsäcke sowie Feldbetten, Decken und Kopfkissen für Notunterkünfte bereitgestellt worden.

Am 8. Juni 2013 hatte auch für die Mitglieder des Gadebuscher THW der Einsatz an der Elbe begonnen. „Im Schichtsystem wurde gearbeitet, um zunächst rund um die Uhr Sandsäcke an die Deichabschnitt in und um Boizenburg zu bringen“, schilderte THW-Mitglied Tino Koeppe. Schließlich erhielten die Gadebuscher den Auftrag, bei der Sicherung von Deichen in Dömitz mitzuwirken. Ihr Fachwissen konnten die Helfer auch bei der Bergung eines Radladers unter Beweis stellen, der von einem Notdeich gerutscht war. Nach einer Woche anstrengender Arbeit kehrten die THW-ler wieder nach Gadebuscher zurück. Für 21 Helfer endete ein Dauereinsatz.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen