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Gadebusch-Rehnaer Zeitung

20. Oktober 2017 | 09:19 Uhr

Gadebusch : Flaggen-Dilemma in der Münzstadt

vom
Aus der Redaktion der Gadebusch-Rehnaer Zeitung

Weil einige Autofahrer auf dem Marktplatz Masten rammten, können dort keine Fahnen mehr gehisst werden

von
erstellt am 24.Aug.2017 | 05:00 Uhr

Wegen mangelnder Fahrkünste einiger Autofahrer steht die Stadt Gadebusch vor einem kaum für möglich gehaltenen Problem. Sie kann nicht mehr wie andere Städte Flagge zeigen. Denn nachdem in der Vergangenheit gleich mehrfach Fahnenmasten am Markt durch Autos beschädigt wurden, können dort vorerst keine Fahnen mehr gehisst werden.

„Laufend wurden dort die Fahnenmasten von Autofahrern umgenietet“, sagt Gadebuschs Baumamtsleiterin Rommy Elßner der SVZ. Die Amtsleiterin muss es wissen, denn von ihrem Arbeitsplatz aus kann sie problemlos auf den Markt schauen. Dort sieht sie aktuell zum Beispiel zwei Straßenlaternen, die bereits ebenfalls die zweifelhafte Bekanntschaft mit Parkplatzremplern machten.

Mächtig einstecken musste im Frühjahr bereits der Maibaum auf dem Marktplatz der Münzstadt. Auch gegen ihn waren Auto gekracht – meistens beim Rückwärtsfahren und trotz Warnbaken. Umgehauen hat es ihn bislang aber nicht. Und genau das soll in Zukunft auch nicht mehr mit den Gadebuscher Fahnenmasten geschehen. Denn sie sollen vor Parkplatzremplern extra geschützt werden. Dafür will die Stadt in drei Metallbügel investieren und diese in der Erde verankern. Wer nicht parken kann, kracht mit seinem Wagen eben nicht mehr gegen einen der drei Fahnenmaste, sondern gegen Schutzbügel. Als Baumschutz in unmittelbarer Nähe der Flaggen-Standorte haben sie sich bereits bewährt.

Um auf Nummer sicher zu gehen, soll der Bauhof die noch zu kaufenden Fahnenmasten künftig nur dann aufstellen, wenn beflaggt werden muss. Danach sollen die Masten wieder aus den bereits vorhandenen Hülsen genommen und eingelagert werden. Es sei denn, zwei Beflaggungstage reihen sich kurzzeitig aneinader.

Bis zum 24. September bleibt der Stadt nun Zeit, das Flaggen-Problem zu lösen. Denn an jenem Sonntag findet die Wahl zum Deutschen Bundestag statt. Und dann will auch Gadebusch wieder Flagge zeigen. Zur Not wird eine Fahne direkt am historischen Rathauses befestigt. Die feine englische Art sei dies aber nicht, wie Rommy Elßner betont.

An den neuen Masten sollen übrigens auch französische, polnische und französische Fahnen wehen. Sie würden stets dann als Flaggengruß dienen, wenn Delegationen aus den Partnerstädten Åmål, Czarnkow oder Saint-Germain-du-Puy zu Gast in der mecklenburgischen Münzstadt sind.

 

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