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Ikea in Lübeck : Fischotter könnte Möbelriesen stoppen

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Ausgerechnet ein Fischotter könnte den millionenschweren Bau eines neuen Ikea-Marktes in Lübeck stoppen. Denn die Grünen der Hansestadt sehen den Lebensraum des Fischotters durch einen Café-Bau in Gefahr.

svz.de von
erstellt am 06.Dez.2011 | 07:55 Uhr

Lübeck | Ausgerechnet ein Fischotter könnte den millionenschweren Bau eines neuen Ikea-Marktes in Lübeck stoppen. Denn die Grünen der Hansestadt sehen den Lebensraum des Fischotters durch einen Café-Bau in Gefahr. "Wir wollen Ikea nicht in Frage stellen. Aber der Lebensraum des Fischotters würde durch ein Café-Bau eingeschränkt werden", sagte gestern Grünen-Fraktionschef Hans-Jürgen Schubert gegenüber unserer Zeitung. Er verwies darauf, dass es sich bei dem Lebensraum um ein FFH-Gebiet mit europäischem Schutzstatus handelt. Daher plädiert Schubert für eine räumliche Verlegung des geplanten Cafés aus dem FFH-Gebiet.

Der schwedische Möbelriese will in Lübeck-Dänischburg seine neue Einkaufsmeile auf dem ehemaligen Gelände von Villeroy & Boch errichten. Insgesamt sollen 400 neue Arbeitsplätze entstehen, 120 Millionen Euro investiert werden. Denn geplant sind auch ein Skandinavien-Center mit Sortimenten von Outdoor bis Tischkultur.

Die Investoren stufen Lübeck als attraktiven Einzelhandelsstandort mit großem Potenzial und langfristigen Perspektiven ein. Zudem spielt Lübecks Nähe zu Skandinavien für das schwedische Unternehmen eine Rolle.

Das Großprojekt wird auch Thema einer Sondersitzung der Lübecker Bürgerschaft sein. Sie kommt am Donnerstag, 15. Dezember um 16 Uhr im Rathaus zusammen, um über den vorhabenbezogenen Bebauungsplan zu beraten.

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