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Gadebusch-Rehnaer Zeitung

19. November 2017 | 15:30 Uhr

Gadebusch : Firmen auf Investitions-Kurs

vom
Aus der Redaktion der Gadebusch-Rehnaer Zeitung

Kommunen und Unternehmen greifen 2015 tief in die Taschen für Investitionen

svz.de von
erstellt am 23.Jan.2015 | 23:04 Uhr

Was das Wirtschaftsjahr 2015 für die Region bringen wird, lässt sich bereits jetzt anhand von Millionen-Investitionen in Gadebusch und Rehna erahnen. Die international erfolgreiche Gadebuscher Fertigungstechnik Nord unter dem geschäftsführenden Werksleiter Steffen Timm beispielsweise hat gerade mit den Bauarbeiten für eine neue Produktionshalle begonnen. Mit der entstehenden „Halle 5“ soll mehr Platz für die Produktion von Wellen, Zahnrädern und Schnecken, der Expertise des Firma, geschaffen werden. Die Produkte werden dann beispielsweise in Peking, Prag und Paris gebraucht. Auf SVZ-Nachfrage erklärte Steffen Timm, dass die neue Halle 3000 Quadratmeter groß werden soll. „2 600 Quadratmeter davon sollen für die Fertigung genutzt werden, 400 brauchen wir für die Logistik.“ Damit vergrößert die Fertigungstechnik Nord ihre Fläche von bisher 10 700 Quadratmetern um prozentual 28 Prozent. Auch neue Mitarbeiter werde man für die neue Fertigungshalle einstellen. „Genaue Zahlen kann ich da aber noch nicht nennen. Das hängt ganz von der Wirtschaftslage ab“, so der 51-Jährige. Ihre derzeitige Marktführung wolle die Firma ausbauen. „Dafür werden wir bis Ende 2016 insgesamt zehn Millionen Euro für Maschinen und Gebäude investieren“, so Timm. Danach sei erstmal fünf bis sieben Jahre lang Ruhe. „Es sei denn, die Wirtschaft boomt. Dann kann es sein, dass wir schneller bauen, als gedacht“, sagt Timm.

Ein paar Kilometer weiter westlich hat auch die Raiffeisen Technik HSL ihren neuen Standort errichtet. Der Bau im Gewerbegebiet „Ratzeburger Chaussee“ hat elf Monate in Anspruch genommen und etwa drei Millionen Euro gekostet. Die Handwerker befinden sich inzwischen in den finalen Zügen ihrer Arbeit. „Hier und da sind noch ein paar Handgriffe nötig. Die Boden- und Ausstellungsflächen draußen müssen noch fertig gepflastert werden und auch am Feuerlöschteich wird noch gearbeitet“, erklärt Buchhalter Hans-Joachim Both die Lage. Die Werkstatt für Landmaschinen und -technik mit angeschlossenem Verkauf sei aber bereits in Betrieb. „Auch die ersten Kunden haben schon den Weg zu uns gefunden.“ Die Firma kommt in ein bereits erschlossenes Verkaufsgebiet, das vorher zu einem anderen Händler gehörte. In den neuen Standort sind nun alle 13 Beschäftigten aus Mustin gewechselt, da der Betrieb dort geschlossen wurde. Doch gerade im Werkstattbereich wolle man jetzt in Gadebusch auch noch weitere Mitarbeiter einstellen, so Both. Den Standort Gadebusch habe man wegen der guten Verkehrsanbindung Richtung Ratzeburg und Schwerin gewählt und auch, da er für die Kundschaft leicht zu finden sei. „Wir sind bekannt wie ein bunter Hund, die Kunden finden uns“, fasst der 58-Jährige zusammen.

In Rehna hat bereits Ende November die Erschließung des neuen Gewerbegebiets begonnen. Nach Angaben des Bauamtsleiters Dirk Groth werden 7,2 Hektar Nettofläche, also die, die bebaubar ist, erschlossen. Dieser Vorgang soll, so der Plan, bis April dieses Jahres abgeschlossen sein und wird an reinen Baukosten etwa 800 000 Euro verschlingen. Groth: „Nimmt man die Planungskosten und Ausgleichspflanzungen dazu, werden es wohl 950 000 Euro sein.“

Auch ein Investor stehe schon in den Startlöchern, so Groth, „noch ist er aber nicht vertraglich gebunden.“ Es handelt sich nach Angaben des Bauamtsleiters um den Entsorgungsbetrieb Klink aus Benzin. Auf 1,5 Hektar Fläche wolle dieser bauen. Auch weitere Anfragen und Interessenten kämen immer wieder rein, so der 49-Jährige. „Aber das ist alles noch nicht spruchreif.“ Trotzdem zeigte auch er sich zuversichtlich, dass das Gewerbegebiet in Rehna weiter wachsen werde.

 

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