Rehna : Finale im Rehnaer Schilderstreit

So in etwa sollen die Schilder Rehnas Gäste willkommen heißen.

So in etwa sollen die Schilder Rehnas Gäste willkommen heißen.

Aufsteller sollen den Tourismus in der Klosterstadt ankurbeln, stoßen jedoch bei manchen Stadtvertretern auf Gegenwind

svz.de von
08. Juni 2018, 21:00 Uhr

Nicht zukunftsfähig, nicht auf die Marke „Klosterstadt“ zugeschnitten und überhaupt überfällig im „Schilderdschungel“: Die Kritik an den geplanten Willkommensschildern der Stadt Rehna war in der jüngsten Stadtvertretersitzung groß.

„Das Markenzeichen von Rehna ist das Rehnaer Kloster – das zweitgrößte in ganz Mecklenburg-Vorpommern“, sagt Eva Doßmann, Vorsitzende des Klostervereins und Stadtvertreterin. „Da macht es Sinn, dass die Schilder auch damit werben.“ Immerhin lockt schon an der Autobahn 20 ein Schild in die „Klosterstadt“. Geplant ist nämlich – vorerst – die Aufschrift: „Herzlich Willkommen in Rehna und Umgebung“. Die Schilder, die an Ein- und Ausgang Rehnas entlang der B 104 aufgestellt werden sollen, sollen zwar zukünftig nicht mit dem Kloster werben, „allerdings wird niemand, der die Autobahn wegen des Klosters Richtung Rehna verlassen hat, beim Eingangsschild umdrehen, weil da nicht das Kloster benannt wird“, so das Gegenargument bei der Stadtvertretersitzung.

Einen anderen Kritikpunkt bringt Stadtvertreter Martin Reininghaus an. „Die Schilder sollen mit Plakaten bestückt werden – das ist nicht mehr auf der Höhe der Zeit.“ Geeigneter wäre eine elektronische Lösung, bei der die Banner digital auf dem Schild erscheinen. Zudem habe Rehna ohnehin schon so viele verschiedene Schilder. „Da muss der Ortseingang mal vernünftig organisiert werden“,so die Kritik des Stadtvertreters. Rehnas Bürgermeister Hans Jochen Oldenburg ging die Diskussion bei der Abstimmung zum Beschluss für das Aussehen der Schilder zu weit. „Alle hatten seit der letzten Sitzung Zeit, sich mit dem Thema zu befassen.“ Eine Grundsatzdiskussion zu diesem Zeitpunkt sei daher hinfällig.

Schließlich wurde sich auf die Anschaffung zweier Schilder für gesamt rund 6 700 Euro geeinigt. „Bei der Beschriftung müssen wir aber noch schauen“, sagt Hauptamtleiter Bernd Karnatz.

Kommentar: Demokratie oder Streiterei

„Wie in der Augsburger Puppenkiste“, lautete das Fazit eines Anwohners bezüglich der teils sehr hitzigen Diskussion der Stadtvertreter. „Streiten“ gehört irgendwo zum demokratischen Prozess dazu, solange am Ende ein Ergebnis steht. In diesem Fall: Die Rehnaer bekommen ihre Schilder.
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