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Gadebusch-Rehnaer Zeitung

25. November 2017 | 12:34 Uhr

Medienprojekt : Filmteam in den Startlöchern

vom
Aus der Redaktion der Gadebusch-Rehnaer Zeitung

Regisseur und Dokumentarfilmer wollen mit jungen Nordwestmecklenburgern einen Film zum Thema Rechtsextremismus drehen

von
erstellt am 22.Mai.2015 | 23:49 Uhr

Ein geplantes Filmprojekt zum Thema Rechtsextremismus ist auf ein großes Echo bei Kindern und Jugendlichen in Gadebusch gestoßen. So wollen zwei Dutzend Mädchen und Jungen bei den Dreharbeiten mitmachen – vor und hinter der Kamera.

Ziel des Projektes ist es, zunächst einen Dokumentarfilm zu produzieren und darauf aufbauend einen Spielfilm zu drehen. Das kündigten Regisseur Karl-Heinz Lotz und der Dokumentarfilmer Dr. Hans-Joachim Ulbrich bei einer ersten Filmcrew-Sitzung im Saal des Gadebuscher „Kreml“ an. Nach ihren Angaben wollen sie u. a. aufzeigen, wie Neonazis versuchen, Menschen gegeneinander aufzubringen – und auszugrenzen und dabei nicht vor Gewalt zurückschrecken.

„Es gibt auch hier im Kreis Nordwestmecklenburg eine ganze Menge an Aktivitäten, sowohl von Nazis als auch gegen Nazis“, sagt Hans-Joachim Ulbrich.

Vor die Kamera will die Filmcrew u. a. das Ehepaar Birgit und Horst Lohmeyer aus Jamel holen, das sich seit Jahren gegen Rechtsextremismus stark macht und das Musikfestival „Jamel rockt den Förster“ organisiert. Für ihr Engagement erhielten die Lohmeyers u. a. den „Paul-Spiegel-Preis für Zivilcourage“ des Zentralrats der Juden in Deutschland.

Mit Karl-Heinz Lotz und Dr. Hans- Joachim Ulbrich gehen echte Profis an dieses Werk. Lotz drehte u. a. DEFA-Spielfilme in Babelsberg, Ulbrich ist Dokumentarfilmer mit jahrelanger Erfahrung. Beide setzen auf die Mitarbeit und das Engagement der Kinder und Jugendlichen. „Wir brauchen für dieses Projekt jeden. Denn Licht, Ton und vieles mehr muss von ihnen bedient werden. Jeder muss seinen Beitrag leisten und dabei das gemeinsame Ziel im Blick behalten“, sagt Karl-Heinz Lotz. Gefördert wird das Filmprojekt des Gadebuscher Mädchentreffs u. a. mit Mitteln des Europäischen Sozialfonds. Darüber hinaus stellt das Jugendamt des Landkreises Nordwestmecklenburg einen finanziellen Zuschuss bereit, erklärt die Gadebuscher Treffleiterin Jutta Ahrendt.

 

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