Wismar : Filme gucken und neu gestalten

Erproben in der Medienwerkstatt den Green Screen und wie sie damit ihre Mitschüler verschwinden lassen können: Die Zweitklässler der Fritz-Reuter-Schule in Wismar.
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Erproben in der Medienwerkstatt den Green Screen und wie sie damit ihre Mitschüler verschwinden lassen können: Die Zweitklässler der Fritz-Reuter-Schule in Wismar.

Heute und morgen erprob(t)en fast 400 Kinder aus MV Bild und Ton beim 11. Nautilus Kinderfilmfest. Morgenstartet das 13. Filmfest Wismar mit Werken aus MV

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20. Juni 2019, 20:00 Uhr

Mit einer Virtual-Reality-Brille durch die Dinosaurierlandschaft düsen oder Brooklyn bereisen. Filme drehen und fotografieren. Beim Nautilus steht nicht nur Kino auf dem Programm. Heute startete das 11. Kinderfilmfest des Filmbüros MV– in diesem Jahr aufgrund der hohen Nachfrage einen Tag länger.

In der Medienwerkstatt erproben 21 Zweitklässler der Wismarer Fritz-Reuter-Schule gerade, wie sie mit einem grünen Umhang im Green Screen verschwinden. Klassenlehrerin Doris Labahn gab sich bereits als Wetterfrosch. Die Schule ist nach längerer Zeit wieder beim Nautilus und ist begeistert. „Unsere Schüler sind hier in Arbeitsgemeinschaften und finden es immer sehr interessant“, erklärt Doris Labahn. In den anderen Räumen können die Kinder Trickfilme mit Lego oder Gebasteltem legen und filmen, oder mit Spiegelreflexkameras experimentieren. Eine Etage drunter tagen Pädagogen zum Thema „Mediensozialisation“. „Wir müssen Medienbildung in die Kita bringen“, sagt Referent Androš Schakau vom Filmbüro. Dazu bietet das Nautilus ersten Anlass. Die Zielgruppe: Kinder bis zwölf Jahre.

Im Tonstudio vertonen drei Fünftklässler der Selmsdorfer Schule eine Filmszene. „Hier können die Kinder mal hören, wie ihre Stimmen im Film klingen“, erklärt Medienpädagoge Andreas Grimm. Schüler Hannes Roller ist erstmals beim Nautilus und hat Spaß an der „VR-Brille und das mit dem Ton.“ Richtigen Film-Sound konnten die Kinder beim „Voice Over“ kreieren. Goldberger Geräuschemacherin Franziska Treutler hatte eine selbstgebaute Windmaschine, Kästen voll mit Sand und Luftballons mitgebracht. Zusammen vertonten sie einen 30-sekündigen Trickfilm live im Kinosaal. Die Filme, die die Kinder tagsüber dort sahen, kamen alle aus MV – von Kindern für Kinder. Viele Kurzfilme waren aus dem Landkreis, aus Wismar oder Grevesmühlen. Aber auch Filme und Gruppen aus Stralsund oder Sassnitz waren angereist. Die Güstrower Kita „Butzemannhaus“ hatte den Film „Edward und die Müllmonster“ kreiert, aus Wismar kam ebenso ein Umweltthema: „Waterclean“, ein Lego-Legefilm zu verschmutzten Meeren.

„Warum ist das wichtig, die Meere sauber zu halten?“, fragt Moderatorin Stefanie Bock, die die Kinder von KiKa kennen. Aufgregt melden sch die Kinder. „Tiere können ausrotten“, weiß ein Kind. Nach jeder Vorführung gibt es ein Filmgespräch. Sitzen die Macher im Publikum, kommen sie auf die Bühne. Auch eine Premiere gibt es: „Der Rat der Tiere“ von der Wismarer Kita am Holzhafen.

An die 400 Kinder besuchen das Nautilus an den zwei Tagen, resümiert Sabine Matthiesen vom Filmbüro. Heute Nachmittag geht das Kinderfilmfest dann ins 13. Filmfest Wismar über, bei dem zwei Tage lang Spielfilme aus MV gezeigt werden. Zeitgleich öffnet die Medienwerkstatt, wo sich Kinder auch unangemeldet ausprobieren können. Die Werkstatt bekommt zudem bald neues Equipment, denn das Filmbüro bekam eine 200-Euro-Spende des Wismarer Leo Clubs überreicht.

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