Breesen : Feuerwehr zieht Tresor an Land

In Wathose und mit einer Feuerwehrleine gesichert wagten sich Feuerwehrleute in den Moorbereich.  Fotos: FFw Gadebusch
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In Wathose und mit einer Feuerwehrleine gesichert wagten sich Feuerwehrleute in den Moorbereich. Fotos: FFw Gadebusch

Spaziergängerin entdeckt 300 Kilo schweren Stahlschrank im Moorgebiet bei Breesen. Erste mögliche Spur führt nach Trittau

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26. März 2018, 21:00 Uhr

Spektakulärer Fund: Bei Breesen hat eine Spaziergängerin einen Tresor entdeckt. Der schätzungsweise 300 Kilo schwere Koloss befand sich in einem Moor und musste von Mitgliedern der Freiwilligen Feuerwehr Gadebusch geborgen werden. Dabei wagten sich drei Brandschützer in das Moor und wurden mit Feuerwehrleinen gesichert. Etwa zweieinhalb Meter vom Ufer entfernt erreichten sie schließlich den Koloss. Zu dritt schoben die Männer den spektakulären Fund an Land. Bei einer weiteren Suche fanden sie in einem Meter Tiefe auch einen Deckel, der möglicherweise zu dem Tresor gehört.

Mit ihrem Einsatz leisteten die Feuerwehrleute Amtshilfe für die Polizei. Diese hatte offenbar Kenntnis von dem Fund bei Breesen erlangt und wollte den Tresor sichern. Als er schließlich auf einen Autoanhänger gekippt werden konnte, fuhr die Feuerwehr samt Polizei nach Gadebusch und lieferte ihn in der dortigen Dienststelle ab. „Der Tresor wird von Kriminaltechnikern untersucht“, sagte gestern Revierleiter Karsten Blockus auf SVZ-Anfrage. Gleiches gelte für die Gegenstände, die in der Nähe des Fundortes sicher gestellt wurden. Dabei handelt es sich um Bücher, Kassetten, einen Fahrzeugbrief und jede Menge Unterlagen. Sie würden nun auf Heizkörpern der Gadebuscher Dienststelle getrocknet, so Jessica Lerke von der Polizeiinspektion Wismar. Eine erste Vermutung, woher der Tresor stammen könnte, gibt es bereits. Die mögliche Spur führt hierbei in den Bereich Trittau.

Für die Gadebuscher Feuerwehrkameraden war die Tresor-Bergung eine der kuriosesten Einsätze der vergangenen zwei Jahrzehnte. „Leider befanden sich keine Goldbarren darin“, sagt Gadebuschs Wehrführer Sebastian Otto nach Ende dieses nicht alltäglichen Einsatzes mit einem Augenzwinkern. Die bisherigen Einsätze unter der Überschrift „kurios“ reichten von der Bergung eines Mopeds aus dem Gadebuscher Burgsee bis zur Rettung von eingefrorenen oder verletzten Schwänen. Ein Tresor war bislang Fehlanzeige.

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