Besonderer Einsatz in Ratzeburg : Feuerwehr hilft verzweifelter Entenmutter

Die Feuerwehr konnte auch diesem Küken beim „Familienzusammenführungseinsatz“ helfen. Foto: Christian Nimtz
Die Feuerwehr konnte auch diesem Küken beim „Familienzusammenführungseinsatz“ helfen. Foto: Christian Nimtz

Eine verzweifelte Entenmutter hat in der Stadt Ratzeburg die Hilfe der Freiwilligen Feuerwehr benötigt. Die Entendame hat ihren Nachwuchs in einem im 2. Stock eines Hauses stehenden Blumenkübels ausgebrütet.

svz.de von
02. Juli 2012, 09:20 Uhr

Ratzeburg | Eine verzweifelte Entenmutter hat in der Stadt Ratzeburg die Hilfe der Freiwilligen Feuerwehr benötigt. Das lag daran, dass die Entendame nicht wie üblich am Wasser brütete, sondern in einem im 2. Stock eines Wohn- und Geschäftshauses stehenden Blumenkübel. "Nachdem ihre Küken geschlüpft waren, wollte die Entenmutter eigentlich am nächsten Abend mit ihrem siebenköpfigen Nachwuchs Richtung Wasser marschieren", berichtet eine Anwohnerin. Doch die sieben inzwischen im Garten des Hauses laufenden und piependen Küken konnten ihrer Mutter leider nicht folgen. Der Grund: Der Innengarten des Hauses war von einer dichten Hecke sowie einer dahinter stehenden hohen Mauer umzogen. Eine Lösung musste her und zwar schnell. "Nachdem eine Anwohnerin mich über den Vorfall informierte, dachte ich gleich an unsere Freiwillige Feuerwehr und gab den ,Rettungseinsatz’ gleich an die ehrenamtlichen Helfer weiter", sagte die Ordnungsamtsleiterin der Stadt Ratzeburg, Martina Radszuweit.

Nachdem die Retter mit einem Karton, Kescher und Toastbrot vor Ort waren, wurde zunächst versucht die Entenmutter anzulocken und mit dem Kescher einzufangen. "Dieses gelang uns leider nicht und die Entenmutter flatterte beim Versuch des Einfangens davon", sagte Feuerwehrmann Ralf Glanzow. Die sieben Küken hatten sich darauf sofort im für sie sicheren Gebüsch versteckt. "Als wir dann die Küken aus dem Gebüsch geholt hatten und sie vorsichtig in einen Karton gelegt hatten, kam auch die Entenmutter nach einiger Zeit wieder angeflogen", so Ralf Glanzow weiter. Nun nutzte er gemeinsam mit Feuerwehrmann Peter Crampe die Chance und hob den Karton mit den sieben Küken über die Mauer auf dem Parkplatz der Post in der Töpferstraße. Dort wurden die Küken sofort wieder freigelassen und auch die Mutter kam schnell flatternd zu ihrem niedlichen Nachwuchs angeflogen. "Schließlich übernahmen wir nur noch den Begleitschutz der zusammen geführten Entenfamilie indem wir sie sicher über die Töpferstraße in Richtung Bötersteg und dort zum Ratzeburger See führten", sagte Peter Crampe. Anschließend konnte die Entenmutter nach dem rund einstündigen "Familienzusammenführungseinsatz" ihrem Nachwuchs glücklich das Wasser zeigen und davonschwimmen.

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