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Gadebusch-Rehnaer Zeitung

22. September 2017 | 20:38 Uhr

Neuendorf : Feuerwehr feiert Jubiläum

vom
Aus der Redaktion der Gadebusch-Rehnaer Zeitung

Vorführung der Technik zum 60. Geburtstag der Freiwilligen Feuerwehr und ihrer Unterstützer findet großen Anklang

svz.de von
erstellt am 23.Jul.2017 | 21:00 Uhr

Margarete Gauer ist 89 Jahre alt und in Neuendorf geboren. Sie kann sich noch genau an die Zeit ohne Feuerwehr in ihrem Dorf erinnern. Am Sonnabend feierte die Seniorin zusammen mit vielen Gästen das 60-jährige Bestehen der Neuendorfer Feuerwehr.

Sieben Jahre davon erlebte Uwe Rothe bereits als Wehrführer. Jetzt feierten die Mitglieder ihr Bestehen ausgiebig. „Wir haben ein buntes Programm auf die Beine gestellt. Lediglich die Rehnaer Wehr hat abgesagt, da ihre Drehleiter repariert werden muss“, sagte Wehrführer Uwe Rothe.

Den Auftakt bildete eine riesige Stichflamme, den die 20-köpfige aktive Wehr aus einem Ölbrand demonstrierte. „Ich denke, dass die Zuschauer hier wirklich mal sehen konnten, wie gefährlich Öl auf dem Herd ist und was passieren kann“, sagte der 48-Jährige. Wäre derartiges in den 1930-er Jahren passiert, hätte die einzige vorhandene Wasserspritze sicherlich nicht viel ausrichten können. „Ich weiß noch genau, dass die Spritze in der alten Schule untergebracht war. Mehr gab es nicht“, erzählte Margarete Gauer. Auch Gründungsmitglied Heinz Kupsch konnte sich noch gut an die Zeit der Neuendorfer Feuerwehr erinnern. „Früher haben wir den Löschwagen noch selbst zum Brand gezogen und es hat des Öfteren hier gebrannt“, erzählte der 85-Jährige. Erst viele Jahre nach der Gründung bekam man aus Rögnitz ein altes Feuerwehrauto. „Aber das hat so viel Benzin verbraucht, dass wir es schon bald nicht mehr benutzt haben“, erklärte der Neuendorfer.

Dafür überzeugte sich der ehemalige Wehrführer am Sonnabend von der neuen Technik, die zunächst die sechsköpfige Jugendfeuerwehr in den Grundübungen zur Brandbekämpfung zeigte und später auch von den Kameraden aus Lützow demonstriert wurde. Dazu nutzten sie an einem bereitgestellten Fahrzeug die Schere und den Spreizer, um das Auto in seine Bestandteile zu zerlegen. „Hier kann man sehr gut sehen, wie wir Menschen tatsächlich aus solchen Unfällen retten könnten“, sagte Uwe Rothe, der dank der Unterstützung vieler Helfer und Sponsoren sowie des Fördervereins den ganzen Nachmittag über kostenlose Getränke, Kaffee und Kuchen bereitstellen konnte. „Am Abend kostet die Disko dann natürlich Eintritt, aber am Nachmittag kann sich jeder nach Belieben bedienen“, erzählte der Neuendorfer Wehrführer.

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