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Gadebusch-Rehnaer Zeitung

19. September 2017 | 13:49 Uhr

Gadebusch : Feuer zerstört 30 Jahre alte Halle

vom

Der Schaden wird auf 60 000 Euro geschätzt. Eine Feuerwehrfrau musste von Rettungskräften behandelt werden. Die Kriminalpolizei ermittelt

svz.de von
erstellt am 07.Jul.2017 | 11:58 Uhr

Brandgeruch, dicker Qualm und Flammen: Bei Gadebusch ist heute früh eine Lagerhalle durch ein Feuer zerstört worden. Darin lagerten nach Angaben des Gadebuscher Amtswehrführers etwa 400 Ballen Stroh sowie Heu. Dutzende Einsatzkräfte aus den Amtsbereichen Gadebusch, Rehna und Lützow-Lübstorf waren stundenlang im Einsatz. Dabei erlitt eine Feuerwehrfrau einen Schwächeanfall und musste von der Besatzung eines Rettungswagens behandelt werden. Aufgrund der starken Rauchentwicklung sollten Einwohner der Stadt Gadebusch Fenster und Türen geschlossen halten.

Das Dach der 30 Jahre alten und 420 Quadratmeter großen Halle war während des Brandes eingestürzt, was wiederum die Bergung der Stroh- und Heuballen erschwerte. Problematisch sei während des Einsatz zudem die Löschwasserversorgung gewesen. Die Feuerwehr konnte zwar einen Hydranten nutzen, dessen Leistung allerdings nicht ausreichend gewesen sei, sagte der Gadebuscher Amtswehrführer Ralf Siewert. So richteten Brandbekämpfer einen Pendelverkehr zu einem zweiten Hydranten im Gadebuscher Stadtgebiet ein. Landwirte setzten zudem Pumptankwagen ein.

Nach Angaben der Polizei beläuft sich der Schaden auf etwa 60 000 Euro. Die Kriminalpolizei in Gadebusch nahm die Ermittlungen auf. Die Brandursache sei derzeit unklar, sagte Axel Köppen von der Polizei.

Fast auf den Tag vor vier Jahren hatte es auf dem Agrargelände an der Vietlübber Chaussee schon einmal gebrannt. Damals wurde eine etwa 60 Meter lange und 17 Meter breite Halle zerstört. Der Schaden belief sich auf rund 500 000 Euro. Einsatzkräfte sprachen schon damals von einer schlechten Wasserversorgung.

„Die Löschwasserschauen in den Kommunen muss man endlich ernst nehmen. Wenn nicht genügend Wasser vorhanden ist, müssen sich Kommunen darum kümmern, dass die Versorgung mit Löschwasser im ausreichenden Maß sicher gestellt wird“, forderte Amtswehrführer Ralf Siewert.

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