zur Navigation springen
Gadebusch-Rehnaer Zeitung

18. November 2017 | 11:33 Uhr

Roggendorf : Feuer und Flamme fürs Ehrenamt

vom
Aus der Redaktion der Gadebusch-Rehnaer Zeitung

Innenminister ehrt Roggendorfer Andreas Hartmann mit der höchsten staatlichen Auszeichnung im Brandschutz in MV

svz.de von
erstellt am 10.Dez.2015 | 18:40 Uhr

Sie gehen für andere durchs Feuer, riskieren Gesundheit und Leben: Feuerwehrleute aus MV. Drei von ihnen, darunter der Roggendorfer Andreas Hartmann, sind gestern in Schwerin mit der höchsten staatlichen Auszeichnung im Brandschutz des Landes MV geehrt worden. Innenminister Lorenz Caffier überreichte ihm und dem Bützower Klaus Krüger sowie dem Loitzer Bernd Grabowski das Brandschutz-Ehrenzeichen der Sonderstufe. Damit soll die Bedeutung des freiwilligen Dienstes in der Feuerwehr hervorgehoben werden.

Andreas Hartmann ist quasi Feuer und Flamme für den Brandschutz. Er ist seit Jahren aktiv in der Roggendorfer Feuerwehr, engagiert sich beim Kreisfeuerwehrverband Nordwestmecklenburg und ist stellvertretender Amtswehrführer von Gadebusch. Darüber hinaus ist er stellvertretender Bürgermeister seiner Gemeinde.

Sowohl Hartmann als auch Krüger und Grabowski hätten sich stets über das normale Maß hinaus in ihren Feuerwehren engagiert, betonte der Minister. „Ihnen ist es in großen Teilen zu verdanken, dass wir heute auf gut funktionierende und einsatzbereite Feuerwehren in Roggendorf, Bützow und Loitz zurückgreifen können“, sagte Lorenz Caffier bei der Auszeichnung im Arsenal des Schweriner Pfaffenteichs. Ohne diesen freiwilligen Einsatz zu jeder Tages- und Nachtzeit wäre die Sicherung des Brandschutzes in MV in der Fläche nicht zu leisten. Hier zeigt sich nach Angaben von Innenminister Lorenz Caffier die große Bedeutung der freiwilligen Feuerwehren. 25 082 aktive Mitglieder sorgen in den 967 freiwilligen Feuerwehren dafür, dass Menschen in Notsituationen schnelle und wirksame Hilfe erhalten.

Der Roggendorfer Andreas Hartmann widmete die Auszeichnung seiner Frau Elke. Ohne deren Unterstützung und ohne deren Verständnis sei die ehrenamtliche Tätigkeit kaum möglich. „Denn gefühlt bin ich zu etwa 100 Prozent in meiner Freizeit ehrenamtlich aktiv“, sagte Hartmann. Der Elektromeister war Ende der 1980er-Jahre in die Feuerwehr eingetreten. Einer seiner schwierigsten Einsätze sei vor Jahren ein Suizid gewesen, bei dem sich ein Mensch in einem Auto verbrannt habe.

Sturmerprobt ist der Bützower Löschmeister Klaus Krüger. Er war trotz eines Tornado-Dachschadens am eigenen Haus in Bützow ausgerückt, um anderen Menschen zu helfen. „Er ist los zur Feuerwehr und ich stand allein im Haus. Auch unser Dach, die Scheiben, die Türen waren kaputt“, erinnert sich Krügers Ehefrau Gudrun. Ihr ausgezeichneter Gatte meinte gestern ähnlich wie schon Hartmann: „Wenn Frauen nicht hinter einer solchen Sache stehen würden, wäre eine ehrenamtliche Tätigkeit kaum möglich. Andernfalls könnte es familiäre Spannungen geben.“

 

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen