Brandgefahr steigt : Feuer im Wald bei Lützow

Einsatzkräfte der Feuerwehr Lützow bringenden Brand unter Kontrolle.
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Einsatzkräfte der Feuerwehr Lützow bringenden Brand unter Kontrolle.

Die Trockenheit im Land hat erste Folgen: Ein Waldstück bei Lützow ging in Flammen auf - und die Gefahr für weitere Brände wächst.

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01. Juli 2015, 21:00 Uhr

In einem Waldstück zwischen Lützow und Klein Welzin kam es am gestrigen Nachmittag zum ersten Waldbrand in der Sommersaison. Einsatzkräfte von fünf Wehren bekamen die Lage schnell unter Kontrolle.

Steffen Rohde, stellvertretender Wehrführer von Lützow blickt über den verkohlten Waldboden. Seine ganze Aufmerksamkeit gilt möglichen Glutnestern. „Die müssen gelöscht werden“, sagt der Einsatzleiter. Minuten zuvor stiegen Qualmwolken über die Kiefern hinauf, bestand die Gefahr, dass die Flamen am Waldboden auf weiteres Trockenholz übergreifen. Rohde: „Der Feuersaum war zu sehen.“

Durch das Zusammenwirken der Wehren aus Lützow, Gadebusch, Klein Welzin, Pokrent und Brüsewitz konnte Schlimmeres verhindert werden. Es waren für den Notfall zusätzliche Einsatzkräfte vor Ort. Die Ursachen des Brandes ist zur Stunde noch ungeklärt. Die Polizei hat die Ermittlungen aufgenommen.

Wie brenzlich die Lage in den kommenden Wochen sich entwickelt, mag niemand in dem kleinen Waldstück bei Lützow sagen. Fest steht: Deutschland und somit dem Nordwestkreis steht ein heißes Wochenende mit Temperaturen von bis zu 40 Grad Celsius bevor. „Momentan haben wir Waldbrandwarnstufe zwei“, so Ronald Fass, Förster im Revier Botelsdorf. Laut  Gefahrenstufenskale  bedeute dies: geringe Gefahr. Somit liegt im Nordwesten alles im grünen Bereich.

Die Warnstufen werden vom Leitforstamt in Radelübbe je nach Luftfeuchte, Niederschlag, Temperatur und Wind festgelegt. Bei Witterungsänderungen werde bei Bedarf neu gemessen und neu berechnet, so der Förster. Generell sei die Region um Gadebusch weniger anfällig für Waldbrände, da hier Laubwälder vorherrschen und der Waldboden bewachsen ist. „Für die meisten Waldbrände in MV ist der Mensch verantwortlich“, sagt Fass. Auslöser können Kinder sein, die mit Feuer spielen, achtlos weggeworfene Zigaretten bzw. im Wald entsorgter Glasbruch. Auch das Übergreifen von Stoppelbränden von angrenzenden Feldern stellt eine potentielle Gefahr dar.

Für den Ernstfall gibt es Pläne über Wasserentnahmestellen in und an Waldgebieten. Bei anhaltender Trockenheit steigt allerdings die Waldbrandgefahr. Die Einstufung wird auf Infotafeln an Waldgebieten und im Internet veröffentlicht.  

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