Festival Jamel : „Fettes Brot“ rockt den Förster

Fans der deutschen HipHop-Band „Fettes Brot“ hoffen auf einen Auftritt ihre Idole in Jamel. Im Bild:   Dokter Renz, König Boris und Björn Beton.
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Fans der deutschen HipHop-Band „Fettes Brot“ hoffen auf einen Auftritt ihre Idole in Jamel. Im Bild: Dokter Renz, König Boris und Björn Beton.

Nach Zusage der Hip Hopper explodiert Kartenvorverkauf für Festival in Jamel / Polizei zeigt rund um die Uhr verstärkt Präsenz

svz.de von
24. August 2016, 20:00 Uhr

Morgen ist es soweit, dann steppt in Jamel für zwei Tage wieder der Bär. Dann heißt es zum nunmehr bereits zehnten Mal „Jamel rockt den Förster“. Ein Musikfestival unter dem Motto „Rockmusik für Demokratie und Toleranz“ mit Musikern wie Bela B., Wolf Maahn und Madsen. Und was bislang nur die Wenigsten wussten, sich aber wie ein Lauffeuer in den sozialen Medien verbreitete: Als Überraschungsgast hat sich die deutsche Hip Hop-Band „Fettes Brot“ für den Freitagabend angekündigt.

„Wir spielen nächste Woche beim ,Jamel rockt den Förster‘ Festival ein kleines Set mit unserm lieben DJ exel. Pauly! Kommt vorbei und setzt mit uns ein Zeichen gegen Rechts!“, teilen die Hip Hopper auf dem Internet-Portal Facebook mit.

Nach der Ankündigung der Hamburger Band explodierte nach Veranstalterangaben der ohnehin gut laufende Vorverkauf. „Für den Freitag sind alle 1  200 Tickets weg. Wir möchten all jene, die noch kein Ticket haben, bitten, erst gar nicht anzureisen“, sagt Birgit Lohmeyer. Die Veranstalterin befürchte sonst ein riesiges Verkehrschaos in dem kleinen Ort, da Besucher ohne Ticket zurückgeschickt werden müssten. Es gebe lediglich noch einige wenige Tickets für den Sonnabend.

Wie in jedem Jahr muss sich auch die Polizei auf die Veranstaltung einstellen. Denn ein Rockfestival mit Musik gegen Rechts in unmittelbarer Neonazi-Nachbarschaft birgt naturgemäß einen gewissen Zündstoff.

Im vergangenen Jahr wurde nur wenige Tage vor dem Festival die Scheune der Lohmeyers ein Opfer der Flammen. Der oder die Täter wurden bis heute nicht ausgemacht. „Wir werden ab dem frühen Freitagmorgen rund um die Uhr vor Ort sein, um Präsenz zu zeigen und mögliche strafbare Handlungen zu verhindern“, sagt Nancy Schönenberg von der Polizeiinspektion Wismar. Ein zusätzliches Gefährdungsrisiko wegen des möglichen Besuches verschiedener Politgrößen sieht die Polizeisprecherin nicht. Das Gefährdungsrisiko sei hier ohnehin konstant hoch. An Störungen jedweder Art glauben die Veranstalter nicht. Birgit Lohmeyer: „Wir haben rund um die Uhr die Polizei vor Ort. Ich glaube nicht, dass sich jemand erdreistet, irgendwelche Zwischenfälle zu provozieren.“ 

Der Zeitplan

Freitag, 26.  August

Einlass ab 16 Uhr

18 Uhr Karl-Heinz Johnson (Rock)

19 Uhr Captain Planet (Emotionaler Punkrock)

20 Uhr Turbostaat (Punkrock und Melancholie)

21.25 Uhr Bela B feat. Danube’s Banks (Punk mit Gypsy, Klezmer und Bossa)

23.05 Uhr Madsen (Indie-Rock)

0.45 Uhr Fettes Brot

 Sonnabend, 27. August

 Einlass für neue Gäste  ab 16 Uhr

17 Uhr Chawa Lilith Band (Soul, Singer/Songwriter, Pop, Folk & Rock)

18 Uhr Theaterlabor Tor 6

19 Uhr Sookee  (Hip-Hop)

20.30 Uhr Wolf Maahn & Band (Deutschrock mit Anspruch)

22.10 Uhr Ohrbooten (Ska, Reggea, Ragga, Hip-Hop)

23.40 Uhr ZSK (Punkrock)

01 Uhr Tequila & The Sunrise Gang (Ska, Reggea)

Personen, die rechtsextremen Organisationen oder der rechtsextremen Szene angehören oder rechtsextremes Gedankengut propagieren, haben keinen

Zutritt.

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