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Star-DJ in Schönberg : Felix Jaehn überrascht Schüler

vom
Aus der Redaktion der Gadebusch-Rehnaer Zeitung

Er besuchte das Weihnachtskonzert seines ehemaligen Gymnasium in Schönberg

svz.de von
erstellt am 14.Dez.2015 | 11:28 Uhr

Der Remix des Songs „Cheerleader“ und „Ain´t Nobody“ haben ihn zu einem Musik-Superstar gemacht, doch Felix Jaehn hat nicht vergessen, wo er herkommt. So besuchte der Ex-Schüler des Schönberger Ernst-Barlach-Gymnasiums nun seine ehemaligen Lehrer beim Weihnachtskonzert in der Palmberghalle.

In der Pause um 21 Uhr lotste Schulleiter Frank Becker den weltbekannten DJ heimlich auf einen Stuhl in der ersten Reihe. Als Becker den Superstar gut 70 Minuten mit den Worten auf die Bühne holte: „Eben war er noch in New York, heute Abend ist er hier: Hallo Felix! Meine Damen und Herren: Felix Jaehn“ waren die mehr als 1000 Zuschauer und die 250 Schüler total aus dem Häuschen. Die Halle bebte. Im Hintergrund erklang Jaehns Superhit „Ain´t Nobody“. Auf den Stühlen gab es kein Halten mehr. Viele standen auf, jubelten, pfiffen, schrien. Unglaublich lauter Applaus erklang in der restlos ausverkauften Palmberghalle. Wahre Gänsehautatmosphäre.

Und Felix Jaehn – der Super-DJ und erfolgreiche Musikproduzent? Der gab sich so wie immer: Äußerst bescheiden. „Ich freue mich riesig, dass ich heute hier sein darf“, waren seine ersten Worte. „Ich habe viele bekannte Gesichter wieder gesehen. Toll. Ein wirklich schönes Gefühl“, sagte der 21-Jährige, bei dem Erinnerungen hochkamen.

Als Schüler der 8. Klasse stand Jaehn beim Weihnachtskonzert selbst auf der Bühne in der Palmberghalle. Damals mit seiner Geige und „einer mehr oder weniger soliden Performance.“ Vor vier Jahren war er sogar einer von zwei Moderatoren des fünften Weihnachtskonzertes. Seitdem ist viel passiert.

Felix Jaehn hat seine Leidenschaft, die Musik, zu seinem Beruf gemacht, ist inzwischen ein Weltstar. Und dennoch nicht abgehoben. Als beim Weihnachtskonzert alle Augen auf ihn gerichtet waren, gab er offen und ehrlich zu: „Oh Mann, ich bin aufgeregter als sonst.“

In seiner Rede bedankte sich Jaehn „für die tolle Schulzeit“ am Schönberger Gymnasium, die ihn sehr geprägt hat. „Ich habe viele schöne Erinnerungen und kann jedem nur mit auf dem Weg geben: Genießt diese Zeit, wachst über euch hinaus und glaubt an eure Träume.“

Als Schulleiter Frank Becker und die anderen Lehrer um ihn herum auf der Bühne standen, vergaß Jaehn nicht, sich für die schöne Zeit in Schönberg zu bedanken: „Großen Applaus an die Schule und ihre Lehrer.“

Schulleiter Becker freute sich über so viele lobende Worte und über den Besuch des Superstars in seiner alten Heimat. „Das ist ein tolles Zeichen und zeigt, wie bodenständig er geblieben ist.“ Der 55-Jährige war nicht nur Jaehns Mathe-, sondern auch sein Klassenlehrer. Sieben Jahre lang haben er und die anderen Pauker des Ernst-Barlach-Gymnasiums ihn auf den Ernst des Lebens vorbereitet. Mit Erfolg. Vor drei Jahren verließ der heutige Superstar die Schule, bekam in der St. Laurentius-Kirche sein Abitur überreicht. In Erinnerung ist Frank Becker ein „intelligenter, bescheidener junger Mann“ geblieben, der nicht vergessen hat, wo er herkommt. Felix Jaehn ließ nach Angaben von Becker eine „nicht unerhebliche“ Spende hier. „Vielen Dank dafür Felix“.

Nach dem Weihnachtskonzert nahm sich Jaehn mehr als eine Stunde lang Zeit, um Selfies mit seinen Fans zu machen und um Autogramme zu geben. Der Andrang war riesig. Auch Landrätin Kerstin Weiss (SPD) reihte sich mit ein, wollte unbedingt ein Selfie mit dem Super-DJ haben. „Das Felix heute hier ist: Wahnsinn“, sagte Weiss. Sie freue sich sehr, dass „so ein junger Mann aus dem Landkreis und dann auch noch aus meiner Heimatstadt so eine Entwicklung genommen hat.“ Weiß kennt Jaehn noch als Vorsitzenden des Schülerrates am Schönberger Gymnasium. „Er war immer besonnen, sehr kreativ, hatte immer sehr gute Ideen und hat sich ganz stark für die Schule engagiert.“  
 

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