Grevesmühlen : Feilschen um die Waschmaschine

Einige der Geräte hatten bereits am vergangenen Sonntag neue Besitzer gefunden – der Landkreis denkt nun über eine Neuauflage des Verkaufs nach.
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Einige der Geräte hatten bereits am vergangenen Sonntag neue Besitzer gefunden – der Landkreis denkt nun über eine Neuauflage des Verkaufs nach.

Landkreis verkaufte zu kleinen Preisen Geräte aus aufgegebenen Wohnunterkünften. Neuauflage der Aktion ist im Gespräch.

svz.de von
08. März 2018, 05:00 Uhr

Übereinander getürmt warteten mehr als 50 Waschmaschinen und diverse andere Geräte aus aufgegebenen Wohnunterkünften auf neue Besitzer. „Die Halle war vom Landkreis angemietet und soll jetzt wieder frei werden“, erklärt Kreissprecherin Petra Rappen den Verkaufstag am vergangenen Sonnabend. Weil aber nicht alle Geräte den Besitzer wechselten, spielen die Verantwortlichen im Landkreis bereits mit dem Gedanken, eine Neuauflage des Flohmarktes anzusetzen.

Denn das Konzept hat sich bewährt: Gehandelt wurde wie auf einem Flohmarkt üblich. Zahlreiche Besucher kamen, beschauten sich die Geräte und ließen sich von den Mitarbeitern des Landkreises beraten. Über die Preise konnte gefeilscht werden. Zehn Euro mehr oder weniger zauberten den Käufern ein Lächeln ins Gesicht.

Insgesamt wurden etwa 450 verschiedene Einrichtungsgegenstände feilgeboten, darunter Trockner, Waschmaschinen, Stühle, Tische – alle benutzt aber noch gut in Schuss.

Die Preise sollten für Interessierte moderat bleiben. Eine Waschmaschine – unabhängig des Herstellers – war für rund 130 Euro zu erwerben. Einen Herd gab es für 90 Euro, einen Kühlschrank für 75 Euro. „Verkauft wurden Gegenstände für etwa 1100 Euro“, berichtet Petra Rappen. Darunter befanden sich fünf Waschmaschinen, zwei Wäschetrockner, ein Herd, ein Kühlschrank, rund 25 Stühle, drei Tische und ein Metallspind.

Bezahlt wurden die Gegenstände direkt vor Ort. Allerdings nicht, ohne die elektronischen Geräte nicht noch einmal auf ihre Funktionalität zu testen. „Möglicherweise wird es eine Folgeveranstaltung oder eine Auktion geben, um den Bestand weiter zu reduzieren“, so Petra Rappen.

Der Erlös fließt in die Kassen des Landes Mecklenburg-Vorpommern, das die Einrichtungsgegenstände auch finanziert hat, beziehungsweise „ist im Zuge der Kostenerstattung mindernd durch den Landkreis zu berücksichtigen“, teilt Petra Rappen mit. Gegebenenfalls könnten die Gegenstände auch als Erstausstattung für Sozialhilfeempfänger dienen.

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