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Gadebusch-Rehnaer Zeitung

23. November 2017 | 19:47 Uhr

Kunst offen : Farbspiele mit Spachtel und Pinsel

vom
Aus der Redaktion der Gadebusch-Rehnaer Zeitung

Susanne Köttgen aus Heiligeland zeigt ihre Malereien in Acryl, Öl und Pastellkreide

svz.de von
erstellt am 21.Mai.2015 | 00:23 Uhr

Bei der Ausstellung „Kunst Offen“, Pfingsten 2015, zeigt Susanne Köttgen aus Heiligeland Malereien in Acryl, Öl und Pastellkreide auf Keilrahmen und Spezialpapier. Die Rentnerin, die seit 2010 bei „Kunst Offen“ mitmacht, sprach im Voraus mit der SVZ - Praktikantin Pia Böttcher.
Wie sind Sie zur Kunst gekommen?
Susanne Köttgen: Seit meiner Kindheit begeistert mich die Malerei. Dann 2006 endlich Rentner geworden, lag der Wunsch, mich kreativ zu betätigen, nahe. Seit Jahren halte ich Eindrücke und Fantasien auf Zeichenpapier fest, wobei Sujets aus der Natur und Landschaft im Mittelpunkt meines künstlerischen Interesses standen. Nach dem Besuch der Kreis-Volks-Hochschule (Kurs-Leiter Reiner Reck) stand die gegenständliche Malerei im Mittelpunkt. Nach dem ich mehrere online Workshops gekauft habe, begeistert mich die abstrakte Malerei. Auch private Kurse bei Annette Schmücker, Porträt-Malerei und bei Claudia Kassner, Acryl-Malerei in Spachteltechnik begeisterten mich sehr.

Das Spiel mit Farben und Materialien fasziniert mich immer wieder aufs Neue. Als Autodidaktin bin ich ziemlich experimentierfreudig. Meine Bilder entstehen meist während des Schaffensprozesses, im Moment bewege ich mich vor allem in der abstrakten Welt. Ich male vorwiegend abstrakte Acryl-Bilder in Mischtechnik. Für mich faszinierend und geheimnisvoll zugleich, die freie Ausdrucksmöglichkeiten der vielen Farben und Techniken. So entfalten sich Farben frei auf der Leinwand und wirken durch ihre Eigendynamik – und für mich immer, wie schon erwähnt, geheimnisvoll die Entwicklungsprozesse so wie die eigene Begeisterung zu dieser
expressiven Malerei. Bei Reiner Reck habe ich „gehen“ gelernt und bei Alfred Hansl „laufen“. Zu erwähnen wäre noch eine Plattform im Internet, „ArtOffer“ der ich als Mitglied angehöre und eine
Website unterhalte. (artoffer.com/susannekoettgen) Hier habe ich die Möglichkeit mit vielen gleichgesinnten Künstlern zu kommunizieren und Kommentare auszutauschen. Es ist die beste Plattform, die ich kenne - hier tummeln sich 4  000 Künstler, auch professionelle Künstler, die hervorragende Kunst schaffen.

Ein Leitspruch hat mich immer begleitet: Kunst wäscht nicht nur den Staub von der Seele, wie es Pablo Picasso einmal sagte, sie wirkt viel mehr, vor allem ist sie Nahrung für Geist und Seele. Besonders schön, wenn auch der Betrachter davon profitieren kann.
Was ist Ihr kleinstes, größtes oder kuriosestes Werk?
Mein kleinstes Bild ist eine Übung in Aquarell auf Din - A4. Da ich Autodidaktin bin, gestalte ich meine Bilder aus der inneren Inspiration. Es macht riesige Freude so zu arbeiten und je mehr man es fließen lassen kann, desto intensivere Bilder entstehen.
Kreativität ist so unerschöpflich und macht einfach glücklich. Meine größten Bilder sind Meter mal Meter, meistens abstrakte Malerei. Viele Jahre habe ich bildende Kunst passiv erlebt, Ausstellungen besucht und doch sehr wenig, von dem, was ich sah verstanden. Erst als ich selbst, vor neun Jahren, Pinsel und Spachtel in die Hand nahm, begann ich zu staunen,
wie viel Freude und Glück in der Malerei liegt.
Wo würden Sie gerne einmal Ihre Kunst ausstellen?
Ausstellungsorte muss man suchen und finden. Angebote hatte ich aus Hamburg und Italien, da die Galerien sehr teuer sind musste ich leider ablehnen. Im Moment stelle ich 20 meiner Bilder, für ein halbes Jahr, im Rostocker Elektro-Werk, aus. Nehme an der Ausstellung „Dörfer zeigen Kunst“, im Thandorfer Dorfgemeinschaftshaus und „Kunst-Stall“, teil. Die Aktion läuft 2015 ab 8. bis 30.August, auch hier hoffen wir auf viele Besucher – die Eröffnungsveranstaltung, im vergangenen Jahr, war ein voller Erfolg.

Pfingsten 2015 werde ich ca 50 bis 60 Bilder, in meiner Garage, ausstellen und hoffe, auch hier, auf viele Besucher und Interessenten.

Ein Hinweis zu „Kunst Offen“ auf ein geöffnetes Atelier, ist immer der Gelbe Schirm. Mein Mann unterstützt mich sehr bei den ganzen Vorbereitungen. Er baut die Staffeleien auf, befestigt Bilder, an Tafeln, die an der Decke hängend, angebracht werden so wie die Gestaltung der Wände und hilft mir beim Herrichten der Halle. Ohne ihn würde ich das gar nicht schaffen. Ein Glas Sekt, ein Glas Wasser oder eine Tasse Kaffee stehen für die Besucher bereit. Freue mich auf viele Kunstinteressierte und Gespräche über die bildende Kunst.

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