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Gadebusch-Rehnaer Zeitung

19. November 2017 | 21:01 Uhr

Kunst offen : Farbspiele in Ateliers und Galerien

vom
Aus der Redaktion der Gadebusch-Rehnaer Zeitung

Zehntausende Besucher strömten am Pfingstwochenende zu Künstlern und Kunsthandwerkern

svz.de von
erstellt am 26.Mai.2015 | 08:00 Uhr

Die Erfolgsgeschichte der Aktion „Kunst offen“ geht weiter. Am Pfingstwochenende strömten zehntausende Besucher in Ateliers, Galerien und Werkstätten. Allein im Landkreis Nordwestmecklenburg erwarteten 101 Künstler, Kunsthandwerker und begabte Laienkünstler in 62 Orten ihre Gäste.

Einer dieser Orte befindet sich in Wüstenmark bei Mühlen Eichsen, wo es in einem 267 Jahre alten Bauernhaus eine Handweberei zu entdecken gibt. Dort, wo einst Pferde und Hühner untergebracht waren, wurde 2014 die 27 Quadratmeter große Werkstatt eröffnet. Seit dem stellt darin die ausgebildete Webergesellin Birgit Moll aus hochwertigen Naturmaterialien modische Accessoires in verschiedensten Farbkombinationen her. Die Mutter von neun Kindern im Alter von vier bis 26 Jahren hat sich in Wüstenmark ihren Lebenstraum erfüllt.

Auch der Klein Rünzer Walter Green hatte sein Atelier zu Pfingsten für Besucher geöffnet. In das kleine Dorf bei Carlow strömten denn auch mehr als 500 Gäste. Sie sahen u. a. rund 200 aus alten Eichenbalken geschnitzte Skulpturen. Das Berühren dieser Kunstwerke war ausdrücklich erwünscht. Denn gerade Holzarbeiten seien erst vollkommen, wenn sie hundertfach angefasst wurden. „Dadurch entsteht das gewisse Etwas“, sagte Green in Klein Rünz. Nicht viel weniger Gäste empfing Coco Radsack in ihrer Stresdorfer Scheune. Zusammen mit Birger Radsack, dem Klang-Installationskünstler Liquid Penguin und der Keramikkünstlerin Antje Rabe stellte auch sie ihre Arbeiten aus Metall vor. Dabei legte Radsack vor allem Wert auf Eigeninitiative. „Die Besucher können sich beim Schmieden ausprobieren oder auch den gebrannten Keramiksachen den letzten Schliff verpassen. Dann haben sie das Gefühl, selbst etwas geschaffen zu haben“, sagte Radsack. Doch viel wichtiger waren für die Künstlerin die Gespräche mit den Gästen und Künstlern, die ebenfalls einen Abstecher in diesen Ort machten. „So bekommt man immer neue Ideen und kann sich austauschen“, sagte Coco Radsack.

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