Gadebusch : Farbkur für Erichs Schlafwagen

René Karnatz von der Wakenstädter Malerfirma  Michael Heyse bei Schleifarbeiten auf dem Dach des Schlafwagens.
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René Karnatz von der Wakenstädter Malerfirma Michael Heyse bei Schleifarbeiten auf dem Dach des Schlafwagens.

Der Waggon aus dem DDR-Regierungszug wird originalgetreu restauriert. Metallplatte aus Blei sollte vor Terroranschlägen schützen

svz.de von
02. Juli 2014, 01:00 Uhr

Nach einer turbulenten Anlieferung des ehemaligen Schlafwaggons des DDR-Regierungszuges an die Station Burgsee in Gadebusch haben  die Restaurierungsarbeiten begonnen. Sie sollen  etwa Mitte August vollständig abgeschlossen sein.

Im Zuge der Restaurierung soll der Schlafwaggon, dessen Original-Bordbuch mittlerweile ebenfalls vorliegt, in seinen ursprünglichen Zustand zurück versetzt werden. Bis auf das Zugeständnis zweier zusätzlicher Toiletten und einer Duschmöglichkeit an die zukünftigen Übernachtungsgäste, achtet Holger Hempel, Eigentümer des Waggons und Betreiber des Restaurants „Station Burgsee“ im historischen Bahnhof Gadebusch, auf  Originalität. „Vor diesem Hintergrund wurde es daher auch notwendig, unumgängliche Installationen im Sanitär- und Elektrobereich, bestmöglich zu verbergen“, so Hempel.

Beim Anlegen von Kabelschächten fiel den Handwerkern auch eine verstärkte Bodenplatte im gesamten Waggon auf. Beim näheren Betrachten stellte sich   heraus, dass der Waggon mit einer massiven Metallplatte aus Blei zusätzlich vor möglichen Terroranschlägen geschützt wurde. Was den Handwerkern vor Ort die Arbeit zusätzlich erschwert sorgt in Liebhaberkreisen für entzückte Verwunderung und wachsende Neugier an allem, was noch zu Tage gefördert wird. Vor Ort ist derzeit auch eine Firma, die es u. a. im Sierksdorfer Hansa-Park hoch hinauszieht, um Karussels einen neuen Farbanstrich zu geben. Gemeint ist die Wakenstädter Malerfirma Michael Heyse. Deren Mitarbeiter René Karnatz trug eine Speziallösung auf den Waggon auf, um diesen von Algen zu befreien. „Das alles wurde anschließend abgekärchert“, so Heyse. Derzeit schleift er die Außenhülle des Waggons, trägt Rostschutz, eine Grundierung und mehrere Lackschichten auf. „Es ist ein gewaltiger Arbeitsaufwand. Aber dieser Waggon ist etwas Besonderes. Ab und zu mache ich Fotos zur Erinnerung“, so Karnatz.

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