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Landkreis Nordwestmecklenburg : Farben der Hanse zieren Kreiswappen

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Stierkopf, Bischofsstab und die für Hansestädte symbolträchtigen rot-weißen Querbänder werden das Wappen des neuen Landkreises Nordwestmecklenburg zieren. Diesen Entwurf wird die Landrätin dem Kreistag vorlegen.

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erstellt am 06.Dez.2011 | 06:47 Uhr

Grevesmühlen/Wismar | Stierkopf, Bischofsstab und die für Hansestädte symbolträchtigen rot-weißen Querbänder werden das Wappen des neuen Landkreises Nordwestmecklenburg zieren. Einen entsprechenden Entwurf wird Landrätin Birgit Hesse (SPD) am morgigen Donnerstag dem Kreistag von Nordwestmecklenburg vorlegen. Der Kreistag soll über das von Heraldikern erarbeitete Werk befinden. Notwendig wurde die Ausarbeitung nach der Gebietsreform zwischen dem Nordwestkreis und der Hansestadt Wismar am

4. September. Landrätin Birgit Hesse sieht in der Vorlage ein Stück "Identitätsfindung des neuen Landkreises", wobei die Hansestadt Wismar als auch das Umland in ihrer geschichtlichen Entwicklung eine Berücksichtigung erfahren. Der Zustimmung durch den Kreistag dürfte nichts im Wege stehen.

Bereits Mitte November verständigten sich die Mitglieder des Kreisausschusses unter Mitwirkung des Landeshaupt archives und des Innen ministeriums auf das Wappen und bezeichneten dies als "gelungenen Kompromiss". Einer Genehmigung durch das Innenministerium steht somit nichts im Weg. Hesse selbst freute sich während des Vorgesprächs zum Kreistag über den Entwurf: "Das Wappen ist für den Postverkehr und zur Beurkundung ein wichtiger Bestandteil. Folglich ist die Zustimmung am Donnerstag für uns wichtig." Der Stierkopf mit der abgerissenen Halsfessel steht für die mecklenburgische Linie des Fürstenhauses und symbolisch für den größeren östlichen Teil des Landkreises. Der Bischofsstab steht für den kleineren westlichen Teil des Kreises und somit für das einstige Stiftsland des Bistums Ratzeburg. In der Ausarbeitung der Heraldiker ist zu lesen: "Der Bischofsstab ist dem Stiftswappen entlehnt, das zuerst im Siegelbild des Detlev von Par kentin (Bischof von Ratzeburg, 1395 bis 1419) enthalten ist. Mit dieser Figur soll zugleich an die einst zum Stiftsland des Bistums Schwerin zählenden Gebiete erinnert werden.

Zu den verbindenden Elementen gehört ebenso der Stierkopf, der laut Literatur im letzten Jahrzehnt des 13. Jahrhunderts in der Seestadt Wismar Verwendung gefunden haben soll.

Im Vergleich zum bisherigen Wappen des Nordwestkreises ändert sich die Farbgebung auf der rechten Seite mit Bischofsstab von Blau auf Rot-Weiß.

Der Kreistag von Nordwestmecklenburg tritt zu seiner zweiten Tagung am Donnerstag, 8. Dezember um 17 Uhr in der Malzfabrik zusammen. Die Tagesordnung umfasst 38 Punkte. Zu den Themen gehört unter anderem ein Antrag der Fraktion Die Linke bezüglich eines Stopps der Asbesttransporte auf die Deponie Ihlenberg.

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