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Anwohner kommen mit Schrecken davon : Familie verliert Scheune in Vitense

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Mit dem Schrecken davon gekommen ist eine Familie aus Vitense. Auf deren Grundstück brannte gestern früh ein Gebäude bis auf die Grundmauern nieder. Die Polizei beschlagnahmte den Brandort und nahm die Ermittlungen auf.

svz.de von
erstellt am 09.Dez.2011 | 07:23 Uhr

Vitense | Mit dem Schrecken davon gekommen aber um eine Scheune samt Inventar ärmer ist eine Familie aus Vitense. Auf dessen Grundstück brannte gestern früh ein 22 Meter langes und etwa zehn Meter breites Gebäude bis auf die Grundmauern nieder. "Die geschätzte Schadenshöhe beläuft sich auf ca. 50 000 Euro", sagte gestern André Falke von der Polizeiinspektion Wismar.

Gegen 2.20 Uhr hatte der 72-jährige Vitenser das Feuer entdeckt und die Feuerwehr alarmiert. Ein Sitzecke aus Holz soll zu dem Zeitpunkt im Außenbereich gebrannt haben. Das Feuer griff auf die Scheune über. Wenige Minuten brannte sie, in der u. a. Stroh gelagert war, in voller Ausdehnung. "Die Scheune war nicht mehr zu halten. Wir mussten sie kontrolliert abbrennen lassen", sagte der Rehnaer Einsatzleiter Henry Wanzenberg.

Die Brandschützer konzentrierten sich darauf, ein Übergreifen der Flammen auf das Wohnhaus und weitere Gebäude zu verhindert. Erschwert wurde ihre Arbeit durch starke Winde. Teile des Wellasbest-Daches flogen bis auf die Fahrbahn der Rehnaer Straße. "Das hat hier geknallt wie zu Silvester", sagte ein Vitenser Feuerwehrmann. Teile des Gebäude drohten einzustürzen.

Die Polizei beschlagnahmte gestern den Brandort und nahm die Ermittlungen zur Ursache auf. "Es wird in alle Richtungen ermittelt", verdeutlichte André Falke von der Polizeiinspektion. Auch ein Brandermittler wurde eingeschaltet.

Auch Stunden nach Ausbruch des Feuers waren gestern Vormittag Rauchschwaden kilometerweit zu sehen. "Es war einer der größten Brände, die ich in meiner 33-jährigen Tätigkeit als Brandschützer je erlebt habe", sagte Ralf Grewe von der Feuerwehr, die es in drei Wochen nicht mehr geben wird. Denn die Vitenser Wehr wird zum 31. Dezember 2011 wegen Personalmangels aufgelöst. Zum Abschluss dieser Ära hätten sie nach eigenen Angaben auf den gestrigen Großeinsatz verzichten können. Neben den Vitensern waren auch Brandschützer aus Rehna, Schönberg und Wedendorfersee zum Einsatz gekommen.

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