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Gadebusch-Rehnaer Zeitung

13. Dezember 2017 | 08:31 Uhr

Metalldiebe : Fallrohre vom Bahnhof gestohlen

vom
Aus der Redaktion der Gadebusch-Rehnaer Zeitung

Dieb wurde entdeckt und flüchtete in Richtung Gadebuscher Stadtwald

von
erstellt am 22.Jul.2015 | 07:30 Uhr

Nach einem lebensgefährlichen Buntmetalldiebstahl an der Bahnstrecke bei Ventschow hat es einen weiteren Diebstahl in Nordwestmecklenburg gegeben. Der oder die Täter nahmen dabei das historische Bahnhofsgebäude von Gadebusch sowie ein Nebengebäude ins Visier. Dort montierten sie mehrere Fallrohre aus Kupfer ab. Der Schaden beläuft sich nach Angaben des Eigentümers Holger Hempel inklusive Reparaturleistung auf schätzungsweise 2000 Euro. Für den Täter dürfte sich die Straftat hingegen kaum gelohnt haben. Denn er musste einen Teil seiner Beute zurücklassen und die Flucht antreten.

Anwohner waren in der Nacht zu Dienstag gegen 1.30 Uhr durch Geräusche auf den Kriminellen aufmerksam geworden. Wenig später traf die alarmierte Polizei am Restaurant „Station Burgsee“ ein und setzte einen Fährtenhund aus Rostock ein. Dieser soll zunächst auch eine Spur in Richtung Gadebuscher Stadtwald verfolgt haben. Dann verlor der Hund die Fährte.

„Es ist ein beunruhigendes Gefühl. Denn es war jetzt schon das zweite Mal, dass hier ein Metalldieb zugange war. Man weiß doch nicht, was der Täter als nächstes macht. Was ist, wenn es Kriminelle nicht nur auf Kupfer abgesehen haben?“, so eine Anwohnerin gegenüber der SVZ.

Bereits im Februar hatte ein Dieb Metallrohre aus Kupfer gestohlen. Ein anderes Mal wurden einem Handwerker Akkuschrauber und Werkzeug am helllichten Tage gestohlen, als er an „Honis Salonschlafwagen“ arbeitete. Darüber hinaus ließen Kriminelle bereits Tische und Stühle von der Restaurant-Terrasse mitgehen. Entsprechend bedient ist Eigentümer Holger Hempel nach dem jüngsten Metalldiebstahl: „Ich leide inzwischen mit jedem, dem Ähnliches widerfahren ist. Die Politik sollte ein Zeichen setzen für mehr Ordnung und Sicherheit im Sinne der Bürger.“

Verärgert über den Diebstahl ist auch Bürgermeister Ulrich Howest. „Wo sind wir hingekommen, wenn Dachrinnen, Fallrohre oder wie bei der Bahn Leitungen unter Lebensgefahr geklaut werden? Ich empfinde das – unabhähig von der strafrechtlichen Relevanz – als einen Verfall des Rechtsbewusstseins.“

Hinweise zumm möglichen Täter des gestrigen Diebstahls nimmt das Polizeirevier unter der Telefonnummer 03886-7220 entgegen. Wie ein Sprecher der Polizei auf Anfrage erklärte, soll der Mann 1,70 bis 1,80 Meter groß und schlank sein.

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