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Gadebusch-Rehnaer Zeitung

25. November 2017 | 10:45 Uhr

Gadebusch : Fahrradflotte für Flüchtlinge

vom

Die ersten 17 codierten Räder werden seit Montagan Hilfsbedürftige im Altkreis Gadebusch verteilt

svz.de von
erstellt am 07.Dez.2015 | 21:20 Uhr

Einen Tag nach Nikolaus  sind die ersten instand gesetzten Fahrräder für Flüchtlinge  von der Werkstatt des Arbeitlosenverbandes Gadebusch  ausgeliefert worden. Die 17 Räder werden nun von der kommunalen Wohnungsgsellschaft Radegasttal GmbH an Hilfsbedürftige in Dragun, Rieps, Perlin, Stöllnitz und Schlagsdorf   übergeben. Weitere Fahrräder sollen voraussichtlich im Februar für Flüchtlinge folgen.

Mario Schubert und Eberhard Friedrich  hatten die  17 Fahrräder  in den vergangenen Wochen repariert. Sie entrosteten, schraubten, putzten und ölten  die Drahtesel. Darüber hinaus halfen die Beiden dabei, dass die Räder von der Polizei codiert werden konnten. Dabei wurde  eine Kombination aus Zahlen und Buchstaben in den Rahmen graviert, so dass  die Herkunft des Fahrrades eindeutig belegt werden kann. Durch eine solche Codierung und den Aufkleber „Finger weg! Mein Rad ist codiert“ sollen potentielle Diebe abgeschreckt werden. Jedes  Rad  verfügt zudem über ein Sicherheitsschloss.

Zahlreiche Menschen hatten  ihre nicht mehr benötigten Fahrräder der Werkstatt zur Verfügung gestellt. „Viele der Spender hatten davon in der SVZ gelesen und trennten sich  von ihrem alten Fahrrad. Manche waren zwar auch etwas traurig, aber sie sagten, dass sie in ihrem Alter nicht mehr Fahrrad fahren könnten und stellten es für diesen guten Zweck zur Verfügung“, sagt Lydia Schulz vom Arbeitslosenverband Gadebusch. Sie spricht von einer positiven Resonanz. Die Folge war jede Menge Arbeit für die Werkstatt-Schrauber. „Manchmal stand einem das Kielwasser zwar fast bis zur Nasenspitze, weil irgendetwas klemmte oder eingerostet war. Aber wenn man das fertige Fahrrad dann sieht, macht es einem zufrieden“, sagt Mario Schubert. Sein Kollege Eberhard Friedrich  meint: „Mich  freut es, wenn die Leute von nun an die Fahrräder auch nutzen, um von A nach B zu kommen.“

Das Werkstatt-Projekt, das vom Jobcenter Gadebusch unterstützt wird, ist inzwischen über die Ämter- und Kreisgrenzen hinweg bekannt. „Sogar aus Greifswald und Stralsund und Jameln meldeten sich Spender. Manche boten auch Ersatzteile an“, sagt Lydia Schulz vom Arbeitslosenverband. Benötigt werden Schutzbleche und Beleuchtungen aber auch Werkzeuge wie Pedalschlüssel und  Fahrradgabelschlüssel.

Wer ein nicht mehr benötigtes Fahrrad  für Flüchtlinge bereit stellen möchte, kann sich direkt an den Gadebuscher Arbeitslosenverband unter der Telefonnummer 03886-211285 wenden.

Alles rund um die aktuelle Flüchtlingsdebatte lesen Sie in unserem Dossier.

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