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Gadebusch-Rehnaer Zeitung

24. November 2017 | 10:34 Uhr

Rehna : Fahrrad aus dem Teich gefischt

vom
Aus der Redaktion der Gadebusch-Rehnaer Zeitung

Schüler des Bio-Kurses bringen zwei Gewässer der Klosterstadt regelmäßig auf Vordermann

svz.de von
erstellt am 14.Jul.2017 | 11:40 Uhr

Unterricht in der Natur – in der Klosterstadt ist das seit Jahren Realität: Regelmäßig ziehen die Schüler der Regionalen Schule um Biologie-Lehrer Torsten Richter los, sorgen im und um den Bauteich und den Teich im Heinrich-Sternberg-Stadtpark für Sauberkeit. „Diese Kooperation mit der Stadt besteht seit den 1990er Jahren“, erklärt Torsten Richter.

Dabei ist ihnen der Namensgeber des Stadtparks, Heinrich Sternberg, ein leuchtendes Vorbild: Der hatte als Lehrer von 1953 bis 1976 an der damals noch Polytechnischen Oberschule unterrichtet und ist nach Meinung von Torsten Richter der Nestor und Urvater des Natur- und Umweltgedankens in Rehna. So waren es auch Schüler, die zu Beginn der Kooperation den Bauteich, der in früheren Zeiten eine Pferdetränke war, bepflanzt haben. Nun gedeihen Krauses Laichkraut, Tausendblatt und Co so gut, dass sie regelmäßig mit Rechen und Forke beseitigt werden müssen. „Was wir da rausholen, fährt dann der Bauhof ab“, sagt Anna-Lena Ziemann. Die heutige Achtklässlerin ist bereits seit der 5. Klasse bei diesem und weiteren Ökologie- und Umweltprojekten der Schule aktiv. Und während Lehrer Torsten Richter mit der Sense den Uferbewuchs einkürzt, steht sie mit ihren Mitschülern in Wathose im bis 1,50 Meter tiefen Bauteich.

Auch am Teich im Heinrich-Sternberg-Stadtpark machen sich Schüler der 8. Klasse des Bio-Kurses zu schaffen, entkrauten ihn und fischen die ein oder andere Plastiktüte oder Schnapsflasche aus dem Wasser. „Was ist das!?“, ruft Anna-Sophie Ulmer plötzlich. Sie bekommt das Seil, an dem der dreizackige Entkrautungs-Anker hängt, kaum gezogen. Vereinte Kräfte fördern ein Fahrrad ans Ufer.

Doch nicht nur das Augenscheinliche findet Beachtung: Lisa Block entnimmt eine Wasserprobe. „Wir kontrollieren regelmäßig Nitrat-, Nitrit- und Phosphatgehalt, pH-Wert, Ammonium und Sauerstoff“, berichtet die Schülerin. Dank dieser Pflege befinden sich die Teiche im Top-Zustand.

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