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Gadebusch-Rehnaer Zeitung

20. November 2017 | 13:09 Uhr

Hochschule Wismar : Exportschlager duales Studium

vom
Aus der Redaktion der Gadebusch-Rehnaer Zeitung

Das Wissen und die Erfahrungen der Hochschule Wismar im Bereich Maschinenbau sind international sehr gefragt

svz.de von
erstellt am 02.Nov.2017 | 21:00 Uhr

Ein echter Exporthit von der Küste: Seit 15 Jahren bietet die Hochschule Wismar das duale Studium an, bei dem die Studierenden nicht nur im Hörsaal sitzen, sondern auch in einem Unternehmen arbeiten und für den Beruf ausgebildet werden. Im Zusammenhang mit der Erteilung der Förderzusage für das Projekt „Dynamic“ lud die Europäische Kommission den Wismarer Professor Dr.-Ing. Roland Larek als Referenten zu dem jährlichen internationalen University-Business-Forum ins kroatische Vis ein. Schwerpunkt der zweitägigen Veranstaltung war die Diskussion von Möglichkeiten und Wegen, die Zusammenarbeit von Hochschulen und Unternehmen nachhaltig zu stärken.

Professor Larek berichtete über seine Erfahrungen als Studiengangsleiter des dualen Maschinenbaustudienganges und stellte sich den zahlreichen Fragen internationaler Gäste aus Wirtschaft, Universitäten und Politik. Das dabei gesammelte Erfahrungswissen soll zukünftig mit finanzieller Förderung aus Brüssel auch anderen Hochschulen in Südosteuropa beim Aufbau ähnlicher Modelle helfen.

Unterstützt wurde der Wismarer Professor in Kroatien von Evgenia Mahler. Die gebürtige Bulgarin arbeitet seit vier Jahren am Wismarer Robert-Schmidt-Institut und wird das von ihr maßgeblich entwickelte Projekt „Dynamic“ im Rahmen ihrer Doktorarbeit wissenschaftlich begleiten. Das ProjektAuftakttreffen ist für Dezember in Wismar geplant. Das nächste internationale University-Business-Forum findet am 22. bis 23. Februar 2018 in Sofia statt.

In dem dreijährigen EU-Projekt „Dynamic“, zu dem ein Konsortium aus 13 Partnern gehört, werden zukünftig unter Leitung des Robert-Schmidt-Institutes der Hochschule Wismar (RSI) in Bulgarien, Kroatien und Rumänien beispielhaft duale Studiengänge in den Bereichen Maschinenbau, Mechatronik und Schiffbau entwickelt und eingeführt. Daran beteiligt sind neben der Fachhochschule in Graz in jedem der genannten Länder eine namhafte Universität. Akademischer Partner in Rumänien ist die Lucian Blaga Universität Sibiu, in Bulgarien die Technische Universität Varna und in Kroatien das Polytechnic Pula. Um die dualen Studierenden zukünftig auch in Werken in Osteuropa einsetzen zu können, werden sich Industriepartner beteiligen, deren Hauptstandort Deutschland ist, wodurch sie mit dem dualen Modell bereits vertraut sind.

Auch neue Kontakte für zukünftige Kooperationen wurden in Vis geknüpft. Ein anwesender Vertreter der irischen Higher Education Authority, der staatlichen Hochschulaufsicht Irlands, bat Professor Larek an der Evaluation neuer dualer Studiengänge in seinem Land mitzuwirken. So entwickelt sich das duale Studium zu einer der international wahrgenommenen Kernkompetenzen der Hochschule Wismar und einem wahren Exportschlager von der Ostseeküste.

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