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Gadebusch-Rehnaer Zeitung

15. Dezember 2017 | 20:55 Uhr

Prävention : Ex-Kommissare helfen Rentnern

vom
Aus der Redaktion der Gadebusch-Rehnaer Zeitung

Das Polizeipräsidium Rostock und Landrätin Kerstin Weiss stellten die drei neuen Senioren-Präventionsberater vor.

svz.de von
erstellt am 12.Feb.2015 | 12:00 Uhr

Immer häufiger werden Senioren Opfer von Straftaten. Um diesem Trend vorzubeugen setzt das Polizeipräsidium Rostock künftig in Nordwestmecklenburg auf drei Senioren-Sicherheitsberater, von deren langjähriger Erfahrung Rentner profitieren sollen. Sie alle sind bereits außer Dienst und haben einen ähnlichen Blickwinkel wie die Senioren. Außerdem ist so eine Kommunikation auf Augenhöhe, wie das Schaffen einer Vertrauensbasis besser möglich.

„Als langjähriger Polizeibeamter habe ich gesehen, wie gutgläubig viele ältere Menschen sind und auch, wie schnell das von einigen schwarzen Schafen ausgenutzt wird“, sagt Hartmut Höppner, Erster Polizeihauptkommissar a.D.. Er dürfte gerade den Gadebuschern noch als Leiter des Polizeirevieres in der Münzstadt bekannt sein. Zum 1. Juli vergangenen Jahres verabschiedete sich der heute 61-Jährige in den Ruhestand. Doch das heißt nicht, dass er seine Tätigkeit schon aufgibt. Es sei ihm eine Freude und auch ein Bedürfnis, älteren Mitbürgern zu zeigen, „wie sie sich auch mit einfachsten Mitteln schützen können.“

Höppner, der mehr als 30 Jahre Beamter bei der Polizei war, sowie seine beiden Mitstreiter Gudrun Schuster (Erste Kriminalhauptkommissarin a.D.) und Dieter Marlow (Kriminalhauptkommissar a.D.) werden im ganzen Landkreis in Beratungsfragen tätig sein. Organisiert werden ihre Einsätze über den Präventionsrat des Landkreises. Landrätin Kerstin Weiss, die ebenfalls zum Projektstart in Gägelow anwesend war, sagte: „Es liegt in unserer Verantwortung, das Leben zum Gewinn für jeden einzelnen zu machen. Und neben Gesundheit brauchen die Menschen im Alter vor allem ein Gefühl von Sicherheit.“ Mit dem Projekt „Seniorensicherheitsberater MV“, so die Landrätin, wurde definitiv ein Schritt in die richtige Richtung gemacht. Denn aufgrund des demographischen Wandels, dem auch MV unterworfen ist, steigen die Straftaten, die sich gegen ältere Menschen richten von Jahr zu Jahr an. Waren es im Jahr 2012 noch 7048 Straftaten im Bereich des Polizeipräsidiums Rostock, erhöhte sich die Zahl im Jahr 2013 auf 7339 Fälle. Allein 175 Senioren wurden 2014 Opfer des so genannten Enkeltricks, 2013 waren es noch 128.

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