Gadebusch : Erste Planungen für Radweg nach Neu Bauhof

Wenn sich zwei Autos auf der schmalen Landesstraße begegnen, bleibt für  Radfahrer nicht mehr viel Platz. Eine gefährliche Situation, sagt Bauamtsleiterin Rommy Elßner.
Wenn sich zwei Autos auf der schmalen Landesstraße begegnen, bleibt für Radfahrer nicht mehr viel Platz. Eine gefährliche Situation, sagt Bauamtsleiterin Rommy Elßner.

Situation auf der Landesstraße insbesondere für junge Radler gefährlich

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28. Februar 2014, 00:00 Uhr

Die Situation auf der Landesstraße zwischen Gadebusch und Neu Bauhof ist brenzlig: Begegnen sich dort, unter den großen alten Alleebäumen, zwei Autos, wird es bereits eng; noch enger, wenn einer der Verkehrsteilnehmer ein Lkw ist. Radfahrer haben bei den Verhältnissen der Straße – sie ist insgesamt unter 5,50 Metern breit – keine Chance: „Sie können, wenn ihnen Autos oder Lkws begegnen, eigentlich nur in den Straßengraben fahren“, sagt Rommy Elßner, Leiterin des Gadebuscher Bauamts. Einen Radweg gibt es auf dem Stück zwischen dem Gadebuscher Ortsausgang und Neu Bauhof nicht. „Die Situation ist für Radfahrer sehr gefährlich“, so Elßner. Bereits seit Jahren setzen sich die Einwohner von Neu Bauhof für den Bau eines Radweges ein – insbesondere mit Blick auf ihre Kinder, die aus der Ortslage die 1,2 Kilometer lange Strecke mit dem Fahrrad zur Schule nach Gadebusch fahren müssen.

Jetzt kommt – zumindest mit einem allerersten Schritt – Bewegung in die Sache: „Das Land macht derzeit die Planung für einen möglichen Radweg“, erklärt Bauamtsleiterin Rommy Elßner, betont aber zugleich: „Es geht hier nur um eine Planung. Dies ist keine Zusicherung, dass ein Radweg gebaut wird.“ Ob und was letzten Endes gebaut werde, hänge stark von den notwendigen Geldern ab: „Denn die Kosten für den Bau des Radweges außerhalb der Ortslage würde das Land tragen. Für das kleine Stück innerhalb Gadebuschs wäre eine Beteiligung der Stadt erforderlich.“ Auf welche Summe sich die Kosten für einen möglichen Bau beliefen, ließe sich zu diesem frühen Zeitpunkt der Planungen nicht beziffern, so Elßner.

Fest steht hingegen, dass eine Verbreiterung der Straße für einen potenziellen Radweg nicht möglich ist. „Das geht wegen der Alleebäume nicht“, sagt die Bauamtsleiterin. Dementsprechend müsste der Radweg neben der Straße entlang geführt werden. „Die Stadt hofft, dass dieses Vorhaben in naher Zukunft umgesetzt wird“, so Elßner.

Dies unterstreicht Ulrich Howest. Bereits seit Jahren, sagt der Gadebuscher Bürgermeister, kämpfe auch er um einen Ausbau dieses Radweges, schrieb vor zwei Jahren sogar einen Brief an Staatssekretärin Ulbrich. „Wir haben diesbezüglich vom Land lange immer Absagen bekommen. Deswegen bin ich sehr positiv überrascht und freue mich, dass das Land den Bau jetzt letztendlich doch realisieren will“, so Howest. Auch er betont die Gefahren, insbesondere für junge Radler – und verweist auf einen Unfall mit einem Radfahrer auf genau dieser Straße in der Vergangenheit.

Der Radwegebau in und um Gadebusch ist eine unendliche Geschichte: Unter anderem der Ausbau des Radwegenetzes entlang der Bundesstraße 104 sorgt immer wieder für Diskussionen. Ende 2012 demonstrierten Bürger mit einer Blockade der Bundesstraße für eine verbindliche und zügige Umsetzung des Radwegebaus. Die Forderungen, sagt Howest, seien heute noch die gleichen wie damals: „Eine durchgehende Verbindung nach Rehna wie auch nach Lützow wären unsere nächsten Prioritäten“, betont der Bürgermeister.

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