Havarie in Gadebusch : Erneut Land unter in Gadebusch

Mitarbeiter der Firma TuK rissen am Nachmittag die Straße auf.
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Mitarbeiter der Firma TuK rissen am Nachmittag die Straße auf.

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26. Februar 2018, 05:00 Uhr

Schreck am Samstagvormittag in der Johannes-Stelling-Straße in Gadebusch. Kurz hinter der Einfahrt zum Markant sprudelt Wasser aus der Straße. Ein Rohr ist geplatzt. Die Polizei sperrt die Straße und informiert den Zweckverband Radegast. Der stellt das Wasser ab und fordert das Bauunternehmen TuK (Tief- und Kulturbau) aus Schwerin an.

Am frühen Nachmittag beginnen die Bauarbeiter damit, die Straße aufzureißen. Knapp eineinhalb Stunden brauchen sie, bis sie die undichte Stelle gefunden haben. Genau an der Verbindung vom neuen Rohr zu alten, orten sie den Riss. „Das neue Rohr ist aus Kunststoff“, sagt Matthias Harke vom Bauunternehmen. Witterungsbeständig und mit 50 Jahren Garantie vom Hersteller. „Das alte Rohr ist aus Asbest“, erklärt er. Wahrscheinlich ist es aus Altersschwäche geplatzt. Rekonstruieren lässt sich das nicht.

„Der Riss ist 30 Zentimeter lang“, sagt Matthias Harke am späten Nachmittag. Die Bauarbeiter brauchen noch einmal knapp zwei Stunden, um die undichte Stelle rauszuschneiden und zu flicken. Kurz vor 19 Uhr kann Elmar Borgwedel vom Zweckverband das Wasser wieder anstellen. Die Straße wird provisorisch geschlossen und dann abgesperrt. Eine Überprüfung der restlichen Leitungen wird es aber nicht geben. „Das geht nicht“, sagt Elmar Borgwedel.

Es ist nicht das erste Mal, dass in der Straße Rohre platzen. Ende Juli vergangenen Jahres war in der Lübschen Straße eine Trinkwasserhauptleitung kaputt gegangen. Auf knapp 20 Metern wurde das Pflaster nach oben gedrückt. Keine 24 Stunden später brach die Hauptwasserleitung knapp 500 Meter entfernt in der Stelling-Straße. Durch den Druck des Wassers wurden die Gehwegsteine mehr als zehn Zentimeter angehoben. Insgesamt zwölf Meter Leitung mussten damals ersetzt werden.

In beiden Fällen war nicht klar, warum die Rohre brachen: Alter, der hohe Grundwasserstand und Bewegung im Boden, womöglich die Rohrspülung in benachbarten Straßenzügen. Die Leitung wurde in den 70er-Jahren verlegt und Mitte der 90er- Jahre saniert.

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