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Gadebusch-Rehnaer Zeitung

12. Dezember 2017 | 17:14 Uhr

Rehna : Erfolgreiche Pilzsuche

vom
Aus der Redaktion der Gadebusch-Rehnaer Zeitung

Pilzfreunde aus Rehna und Wismar trafen sich zum 10. Mal am Roten See bei Brüel

Die sehr „feuchte“ Wettervorhersage konnte es nicht verhindern. Mitglieder des Rehnaer Pilzvereins „Heinrich Sternberg“ und der Gemeinnützigen Gesellschaft Wismar e.V. kamen bei Brüel zu ihrem traditionellen Vereinstreffen zusammen. Wie immer standen Exkursionen und der Aufbau einer Pilzausstellung im Mittelpunkt. Wer wollte, konnte auch ein Bad im Roten See nehmen.

Insgesamt stand das kleine Jubiläumstreffen am Roten See unter einem guten Stern, so viel sei schon vorweg genommen. Herrscht in den Wäldern um Rehna momentan noch relative Pilzarmut, so sah es in den sandigen Wäldern in der Umgebung von Brüel schon ganz anders aus. Wegen der hohen Teilnehmerzahl wurden zwei Gruppen gebildet. So fuhr Irena Dombrowa mit einer Gruppe in die Wälder um den Sydowsee. Reinhold Krakow und Torsten Richter brachen mit der zweiten Gruppe in einen Wald zwischen Venzkow und Demen auf. Beide Gebiete sind überwiegend sandig und mit vielen Nadelbäumen versehen. In den moosreichen Wäldern wurden die Pilzsüchtigen richtig gut fündig, so dass am Ende alle sehr zufrieden waren.

In einer Freiluftausstellung an der Gaststätte „Blockhütte“ am Roten See präsentierten beide Vereine wichtige Pilzarten der Umgebung und boten so allen Pilzbegeisterten und Gästen Lernmöglichkeiten am „noch lebenden Objekt der Begierde“. Aber auch die mit Korb und Messer bewaffneten „Kochtopfmykologen“ kamen auf ihre Kosten. In den luftigen Pilzkörben tummelten sich frische Speisepilze der verschiedenen Arten. Viele Maronen, Ziegenlippen, Flockenstielige Hexenröhrlinge, Butterpilze, Edel-Reizker, Krause Glucken, Pfifferlinge, Schwefelporlinge, Birken- und Steinpilze, Riesen-Schirmpilze begeisterten die rundum zufriedenen Pilzfreaks. Gut gelaunt freute sich so manch einer gedanklich schon auf die Pilzpfanne am heimischen Herd.

Auch seltene Arten konnten aufgespürt werden. Zu den Raritäten des Tages gehörten der Dunkelstielige Flämmling (Gymnopilus picreus), der Flaumstielige Scheidling (Volvariella hypopithys) und der sich bei Druck blau verfärbende Kornblumenröhrling (lat.: Gyroporus cyanescens). Letzterer ist eine sogenannte Rote-Liste-Art und ist nicht nur im Bundesland Mecklenburg-Vorpommern in seinem Bestand gefährdet.

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