Schlagsdorf : Endspurt im Grenzhus

Die letzten Handgriffe. Die Tischler bauen Teile der Ausstellung auf.
Die letzten Handgriffe. Die Tischler bauen Teile der Ausstellung auf.

Ausstellung in Schlagsdorf wird am 3. August wiedereröffnet

svz.de von
12. Juli 2018, 05:00 Uhr

Im Grenzhus in Schlagsdorf wird zurzeit rege gewerkelt. Tischler bauen Ausstellungswände, Vitrinen und Schränke auf, die Medientechnik wird installiert. Elektriker, Fußbodenleger und Metallbauer sind fast fertig und die Ausstellungstexte werden ein letztes Mal Korrektur gelesen. Nichts soll die Wiedereröffnung am 3. August trüben.

Seit 2016 wird das „Informationszentrum innerdeutsche Grenze“ in Schlagsdorf Stück für Stück umgebaut. „Es soll barrierefreier werden“, sagt Gerd Schriefer, Geschäftsführer des Fördervereins Biosphäre Schaalsee. Der Verein ist am Projekt beteiligt, warb Fördermittel ein, betreute die Ausschreibungen. Barrierefreier heißt nicht völlig barriefrei. „Dafür ist die Architektur des Haues ungeeignet“, sagt Schriefer. Doch Rollstuhlfahrer können nun leichter ins Haus kommen und sich dort bewegen. Am Eingang wurde eine Rampe und an der Giebelseite ein Fahrstuhl gebaut. Auch die Türöffnungen sind breiter geworden. Rund eine Million Euro fließt in Summe in den Umbau, die Hälfte davon allein in diese Maßnahmen.

„Außerdem wird die Ausstellung gänzlich neugebaut“, sagt Schriefer. Dafür wurde eine Agentur engagiert, die sich allein mit der Präsentation befasst hat.

Geschlossen hatte das Grenzhus in dieser Zeit nicht. Trotz der Bauarbeiten konnten sich Besucher ein provisorisches Ausstellungsangebot anschauen. Mit Unterstützung der Gemeinde Schlagsdorf, der Biosphärenreservatsverwaltung Schaalsee-Elbe, der Kirchgemeinde und des Freundeskreises konnten zwei provisorische Ausstellungen gezeigt und pädagogische Angebote abgerufen werden. Zudem war das Außengelände nicht von der Umgestaltung betroffen, Besucher hatten dort ungehinderten Zugang. Doch wie erwartet kamen ohne Dauerausstellung weniger Besucher als in den Vorjahren, heißt es vom Grenzhus. Dennoch besuchten fast 3000 Gäste zwischen November 2017 und Juli 2018 die Ausstellung. Darunter auch zahlreiche Schüler- und Erwachsenengruppen, die geführt wurden oder Studientage gebucht hatten.

Für Dr. Andreas Wagner, Projektleiter im Grenzhus, war der Balanceakt zwischen Umbau und Museumsbetrieb nicht einfach: „Wir bedanken uns bei allen Besuchern, die trotz der Einschränkungen in das Grenzhus kamen“, sagt er. „Der große Einsatz aller Beschäftigten und Unterstützer hat sich gelohnt.“

Denn der Umbau ist für den Trägerverein auch eine betriebswirtschaftliche Herausforderung. Die Einnahmen aus den Eintrittsgeldern werden dringend für die Betriebskosten gebraucht.

Einen Tag nach der Wiedereröffnung, am 4. August, ist ein „Tag der offenen Tür“ im Grenzhus geplant. Manja Potts

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