Gadebusch : Ende des Parkplatz-Streits in Sicht

Damit Besucher auf dem Weg zur Kreisverwaltung nicht mühsam diese Bahngleise queren müssen, sollen mindestens zwölf Parkplätze unmittelbar auf dem Verwaltungsgelände entstehen.
Damit Besucher auf dem Weg zur Kreisverwaltung nicht mühsam diese Bahngleise queren müssen, sollen mindestens zwölf Parkplätze unmittelbar auf dem Verwaltungsgelände entstehen.

Der Kreistag soll morgen entscheiden, wie groß und wie teuer der neue Parkplatz für den Wismarer Kreissitz werden soll

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03. November 2015, 23:52 Uhr

Gute Nachrichten für Bürger aus Gadebusch und Umgebung. Denn wenn es nach den Vorstellungen des Verwaltungsrates des Nordwestkreises geht, sollen direkt auf dem Gelände des Wismarer Kreissitzes in der Rostocker Straße mindestens zwölf Parkplätze ausschließlich für Besucher entstehen. Lästige Parkplatzsuche oder 200 Meter Fußweg vom neu zu errichtenden Parkplatz der Kreisverwaltung würden dadurch entfallen. Doch bevor diese Pläne Realität werden können, muss der Kreistag am morgigen Donnerstag in Grevesmühlen erst einmal beschließen, welche von drei vorliegenden Varianten für einen Parkplatzneubau überhaupt umgesetzt werden soll.

Die Minimalvariante des Parkplatzneubaus mit 85 plus zusätzliche zwölf Stellplätze auf dem Verwaltungsgelände würde den Steuerzahler insgesamt knapp 763  000 Euro kosten. Die vom Verwaltungsrat und Landrätin Kerstin Weiss (SPD) favorisierte Variante mit 97 plus zwölf Stellplätzen würde mit gut 798  000 Euro zu Buche schlagen. Knapp 1,3 Millionen Euro würde der Maximalausbau mit 175 plus zwölf Stellplätzen verschlingen. Allerdings sollen hier die Gesamtkosten über ein Bewirtschaftungskonzept refinanziert werden.

„Ich kann mir beim besten Willen nicht vorstellen, für 1,3 Millionen Euro einen Parkplatz zu bauen“, sagt Thomas Grote. Denn der CDU-Politiker könne sich einerseits eine Auslastung des großen Parkplatzes nicht vorstellen und bezweifelt darüber hinaus, dass Verwaltungsmitarbeiter bereit wären, dafür auch noch eine Parkgebühr zu entrichten. Deshalb favorisiere er die 97 plus 12-Variante.

Und noch etwas stößt den Christdemokraten offenbar bitter auf. Denn wenn der Parkplatz in Wismar schon bewirtschaftet werden soll, wird selbiges auch für den Parkplatz vor der alten Malzfabrik in Grevesmühlen ins Auge gefasst. „Man würde vielen Bürgern in Grevesmühlen vor den Kopf stoßen, wenn sie als Besucher des angrenzenden Friedhofes Parkgebühren zahlen müssten“, erklärt Roland Anderko.

Zwischen Zurückhaltung und überraschender Zustimmung bewegt sich hingegen der Fraktionsvorsitzende der Linken im Kreistag von Nordwestmecklenburg. „Ich finde den Vorschlag, über Gebühren nachzudenken diskutierenswert“, sagt Björn Griese. Der 37-Jährige gilt gemeinhin als einer der schärfsten Kritiker des Parkplatzbaus und begleitet die Diskussion um dessen ausufernde Gesamtkosten von Anbeginn mit vehementer und heftiger Kritik.

Auf die Sparbremse hingegen tritt erneut Kerstin Weiss. „Mit der mittleren Variante schonen wir den Kreishaushalt“, wirbt die Landrätin für die Empfehlung des Verwaltungsrats. „Wenn wir dann doch merken sollten, dass der Platz nicht ausreicht, können wir die Kapazität ja immer noch erweitern.“

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