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Sturm über NWM : „Elon“ hält Einsatzkräfte in Atem

vom
Aus der Redaktion der Gadebusch-Rehnaer Zeitung

Orkanartige Windböen richteten zahlreiche Schäden im Landkreis an.

svz.de von
erstellt am 10.Jan.2015 | 08:00 Uhr

Orkanartige Windböen haben in Nordwestmecklenburg zu zahlreichen Schäden geführt. Nach Angaben der Polizei stürzte eine Vielzahl von Bäumen um. Zudem ereigneten sich infolge der extremen Witterungsbedingungen Verkehrsunfälle. Auf der A 20 überschlug sich ein Auto nahe der Anschlussstelle Wismar-Mitte. Der 21-jährige Fahrer kam mit seinem Wagen nach einem Überholvorgang aufgrund von Aquaplaning nach rechts von der Fahrbahn ab. Dann überschlug sich der Wagen mehrmals und kam quer zur Fahrtrichtung in der Bankette zum Stillstand. „Der Fahrzeugführer wurde leicht verletzt, lehnte jedoch eine ärztliche Untersuchung vor Ort ab“, sagte André Falke von der Polizeiinspektion Wismar. Auch an der Anschlussstelle Zurow hatten Autofahrer mit Aquaplaning durch Starkregen zu kämpfen. Ein VW und ein Audi krachten gegen Schutzplanken. Es entstand ein Schaden von 4 500 Euro.

Glück hatten Autofahrer auf der B 104 zwischen Rehna und Roduchelstorf sowie auf der Landesstraße zwischen Lützow und Renzow. Dort brachte der Wind kurz vor bzw. nach dem Mittag jeweils einen Alleebaum zu Fall – als gerade kein Fahrzeug dort unterwegs war. Feuerwehrleute räumten die jeweilige Fahrbahn wieder frei.

Zum Einsatz rückte auch die Freiwillige Feuerwehr Rehna aus. In Nesow knickte ein Telefonmast um und drohte auf ein Grundstück zu stürzen. Feuerwehrleute sicherten den Mast mit einem Seil. Sollte die Telekomleitung dennoch reißen, dürften Dutzende Haushalte vom Telefonnetz abgeschnitten sein.

Der Sturm Elon hielt seit den Mittagsstunden die Mitarbeiter der Netzdienststelle des Stromversorgers Wemag in Atem. Aufgrund heftiger Windböen kam es zu Störungen in Mittel- als auch Niederspannungsleitungen (20 kV und 0,4 kV) rund um Gadebusch. „Der größte Teil der Störungen wurde durch umfallende Bäume und Äste in Freileitungen verursacht“, berichtet Toralf Ruedel, Leiter der Netzdienststelle in Gadebusch. So etwa im Ortsnetz Renzow, im Ort Weberin und in Leezen. Betroffen von den kurzzeitigen Störungen waren in Summe etwa 25 Haushalte. In den meisten Fällen waren die Kunden binnen einer Stunde wieder mit Strom versorgt. Man sei auf den Wintersturm vorbereitet gewesen, so Ruedel.

Nach wie vor kann es im Gebiet des Landkreises zu Gefahren u. a. durch umgestürzte Bäume kommen. Die Polizei rät zur Vorsicht.
 

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