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Wismar: Mehr Unfälle im Nordwesten : Elf Menschen kamen ums Leben

vom
Aus der Redaktion der Gadebusch-Rehnaer Zeitung

Immer öfter stehen Autofahrer unter Drogeneinfluss

von
erstellt am 28.Apr.2016 | 05:00 Uhr

Auf den Straßen Nordwestmecklenburgs hat es im vergangenen Jahr einen Anstieg bei der Zahl der Verkehrsunfälle gegeben. Demnach registrierte die Polizeiinspektion Wismar 5264 Unfälle, das ist ein Anstieg gegenüber dem Vorjahr von knapp sechs Prozent. Dabei wurden elf Menschen getötet, 149 schwer sowie 620 leicht verletzt. „Das ist ein Trend, der uns unglücklich und traurig macht“, sagte Matthias Reinick von der Polizeiinspektion Wismar.

Fast 30 Prozent der Verkehrsunfälle machten Wildunfälle aus. Besonders tragisch endete hierbei ein Unfall zwischen Bobitz und Naudin. Als ein Wildschwein auf die Straße lief, krachte in der weiteren Folge ein Auto gegen einen Baum. Zwei Insassen starben wenige Tage vor Heiligabend.

Ebenfalls tragisch endete ein Verkehrsunfall auf der Gemeindestraße in Neuendorf bei Pokrent. Dort war im September eine 85-Jährige durch eine Wespe abgelenkt worden, es kam zu einem Verkehrsunfall, den die Frau nicht überlebte.

Auch zwei Radfahrer kamen 2015 auf den Straßen Nordwestmecklenburg ums Leben. 20 weitere Radler wurden bei Unfällen schwer und 95 leicht verletzt.

Einen Anstieg musste die Polizei im vergangenen Jahr bei so genannten Drogenfahrten verzeichnen. In 125 Fällen (+25) stoppten die Beamten dabei Kraftfahrer, die unter dem Einfluss von Drogen standen. Eine klare Position bezog in diesem Zusammenhang Matthias Reinick von der Polizeiinspektion Wismar. In Richtung Politik sagte er: „Wir sind strikt gegen eine Legalisierung von Drogen. Wir sehen die Folgen.“

Aus dem Verkehr gezogen wurden zudem 202 Kraftfahrer, die sich betrunken hinters Steuer gesetzt hatten. „Atemalkoholtests ergaben mitunter Werte, die jenseits von drei Promille lagen. Wir hatten auch schon Berufskraftfahrer, die mit zwei Promille unterwegs waren und sich ganz normal unterhalten konnten“, sagte Stefan Haentschke von der Polizeiinspektion.

 

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