Lützow : Eiszeit bei den Burmeisters

Familie Burmeister ist begeistert was sich alles aus den neuen Eissorten kreieren  lässt.
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Familie Burmeister ist begeistert was sich alles aus den neuen Eissorten kreieren lässt.

„Scharfe Kurve“ eröffnet im Winter ihre Eisdiele. 30 Kindergartenkinder durften sich durch das gefroren-cremige Sortiment probieren

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22. Dezember 2013, 06:00 Uhr

Eine Eisdiele zur Weihnachtszeit zu eröffnen – das ist ungewöhnlich. Familie Burmeister aus Lützow hat es trotzdem gewagt. „Wir haben erst jetzt eröffnet, weil wir mehr als ein halbes Jahr auf die Baugenehmigung warten mussten“, sagt Ingo Burmeister, der Inhaber des Restaurants „Scharfe Kurve“ und nun auch stolzer Besitzer der neu entstandenen Eisdiele. „Im Laufe der Jahre haben wir uns entwickelt und das Haus immer weiter ausgebaut“, so Burmeister. „Wir haben immer neue Ideen und Eis wollten wir schon länger gern mit reinnehmen.“

Ingo Burmeisters Sohn, Bernhard, hat die Bewirtschaftung der neuen Eisdiele in die Hand genommen. „Die Eisdiele ist mein erstes Baby, ich war von Anfang an dabei“, erzählt der 27-Jährige. Zuvor hat er in Hamburg Blankenese eine Szenebar geleitet. Nun ist er nach Lützow zurückgekommen, um den Eltern zur Hand zu gehen: „Ich fand die Idee cool, eine Eisdiele aufzumachen. Und das Schöne hier ist, dass man sich immer entfalten kann“, sagt er. „Mein Vater lässt mir alle Freiheiten, und wenn ich etwas vorschlage, dann ist er bereit das auszuprobieren.“

1977 hat Ingo Burmeister begonnen, in der Gastronomie zu arbeiten. Auch seine Frau, Monika, hat er in der Gastronomie kennengelernt. 1993 hat das Ehepaar dann die Möglichkeit erhalten, die „Scharfe Kurve“ in Lützow zu kaufen und diese ergriffen. Den Namen „Scharfe Kurve“ haben Monika und Ingo Burmeister übernommen. „‚Das Haus heißt schon seit 1932 so“, sagt der Inhaber. Es gehöre zudem zu den ältesten Häusern im Ort. „So einen Traditionsnamen übernimmt man selbstverständlich“, erklärt der Gastronom. „Viele alte Leute erinnern sich noch an die ,Scharfe Kurve’ aus früheren Zeiten und erzählen davon, wenn sie hier reinkommen.“ Tradition trifft auf Moderne – das ist das Motto der Eheleute. So geht auch die neue Eisdiele als Nachfolger einer Tradition an den Start: „Bis zu diesem Jahr gab es gegenüber immer Softeis“, erzählt Ingo Burmeister und zeigt über die Straße. „Die Herrschaften, die dies verkauft haben, haben sich zur Ruhe gesetzt. Und wir übernehmen sozusagen jetzt das Eisgeschäft.“

Auch Softeis wird die Familie zum Frühjahr hin anbieten können. Ganz zur Freude von Monika Burmeister: „Mein Lieblingseis ist nämlich Softeis“, sagt sie. Ihr Mann lässt sich da eher von Vanille verführen und der Sohn liebt die Klassiker Schokolade, Vanille und Erdbeere. „Aber auch Marzipan und Cookies finde ich sehr gut“, sagt der 27-Jährige. „Das Eis ist echt gelungen.“

Derzeit gibt es fünf Sorten in den Truhen der Familie Burmeister. Im Sommer sollen es dann 14 sein. Die Firma Hirsch aus Gadebusch produziert das Speiseeis und stellt auch die Technik. Und die ist wichtig: Denn Speiseeis muss bei Minus 17 Grad in einem Eiskühllagerschrank stehen. Eine Stunde, bevor der Verkauf losgehen soll, werden die Eisbehälter dann nach vorn in die Auslage geholt – das Eis muss sich akklimatisieren. „Das Eis ist erst bei Minus 15 Grad richtig cremig. Vorher überdeckt die Kälte den Geschmack“, verrät Ingo Burmeister ein Geheimnis.

30 ganz besondere Tester waren eingeladen, um zu prüfen, ob das neue Produkt auch wirklich schmeckt: Zur Eröffnung standen Kinder vom Kindergarten Lützow Schlange. Für jedes Kind gab es ein Gratis-Eis. „Das Begehrteste war Schokolade – und das sah man dann auch an ihren Gesichtern“, sagt Monika Burmeister und lacht.

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