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Kati Witt in Gadebusch : Eiskönigin als Co-Pilotin am Start

vom
Aus der Redaktion der Gadebusch-Rehnaer Zeitung

180 historische Fahrzeuge mit Fahrern aus dem In- und Ausland rauschten heute durch Nordwestmecklenburg. Ihr Ziel ist Hamburg

von
erstellt am 25.Aug.2017 | 21:00 Uhr

Promi-Alarm in der Münzstadt Gadebusch: Neben Eiskönigin Katarina Witt und Seiner Königlichen Hoheit Prinz Leopold von Bayen knatterten Schauspieler und Autoliebhaber mit 180 Oldtimern durch die mecklenburgische Kleinstadt. Dabei fuhren die Teilnehmer der 10. Rallye Hamburg-Berlin-Klassik gestern Nachmittag am Rathaus durch ein Spalier staunender Zuschauer.

Auf der Weiterfaht zum historischen Bahnhof blieb für Eiskunstlauf-Olympiasiegerin Kati Witt noch Zeit, aus dem fahrenden, 80 Jahre alten BMW 328 heraus Fotos von der Stadtkirche zu schießen. Danach war sie wieder als Co-Pilotin ihres Fahrers Ulrich Knieps gefordert. Denn am Bahnhof sollten die Rallye-Teilnehmer eine Zeitfahrprüfung absolvieren. Und dabei fuhren sie quasi einmal um „Honis Schlafwagen“ herum.

Zahlreiche Zuschauer, wie der Gadebuscher Erik Moldt, sahen sich die automobilen Schmuckstücke an. Dabei hätte der 31-Jährige auch selbst mit seinem Wagen an der Rallye teilnehmen können. Denn er baute in den vergangenen drei Jahren einen Volkswagen vom Typ T2 aus dem Jahre 1967 wieder auf. Dabei verwandelte er eine Rostlaube wieder in ein Schmuckstück. Die aufwendgie Ersatzteilsuche erstreckte sich von Deutschland über England, Spanien bis nach Brasilien. „Der Wagen ist jetzt aber wieder komplett restauriert, angefangen von A wich Achse bis Z wie Zylinderkopf“, so Erik Moldt.

„Halt, Stopp!“, rief gestern mehrfach ein Mann in historischer Bahnuniform den Rallye-Teilnehmern in Gadebusch zu: Stationsvorsteher Holger Hempel ließ es sich nicht nehmen, die Rallye-Teilnehmer persönlich an seinem Bahnhof zu begrüßen. In die Hand drückte er ihnen jeweils eine Broschüre und sagte zu Katharina Witt und anderen Rallyeteilnhmern: „Das bekommt ihr, damit ihr nicht vergesst, wo ihr wart: am vielleicht schönsten Bahnhof Deutschlands.“

Apropos schön: Die Oldtimer, die an der 800 Kilometer langen und dreitägigen Rallye durch Niedersachsen, Sachsen-Anhalt, Mecklenburg-Vorpommern und Schleswig-Holstein teilnehmen, sind eine Augenweide. Und sie stehen für einen Teil der Automobilgeschichte. So sind ein Talbot London 90 AV von 1933 ebenso dabei wie ein Riley Special von 1934 oder ein Alvis Silver Eagle von 1936.

Das Starterfeld setzte sich nicht nur aus Promis und Autoliebhabern aus Deutschland zusammen. Die Teilnehmer kamen zum Beispiel auch aus Helsinki, Bristol und Wien. Ihr Ziel Hamburg wollen sie heute erreichen.

 

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