zur Navigation springen
Gadebusch-Rehnaer Zeitung

25. September 2017 | 20:57 Uhr

Archiv Gadebusch : Eintauchen in die Geschichte

vom
Aus der Redaktion der Gadebusch-Rehnaer Zeitung

Gadebuscher Gymnasiasten entschlüsseln historische Unterlagen

von
erstellt am 26.Jul.2017 | 04:45 Uhr

Historische Unterlagen für jedermann verständlich übersetzen - so lautet das Ziel der Arbeitsgruppe der Lateinschüler des Gadebuscher Gymnasiums. In Kooperation mit der Stadt Gadebusch arbeiten sie bis in den Herbst 2017 weiter am Geschichtsprojekt. Es geht um die in historischen Akten festgehaltenen Streitfragen, Verhandlungen und richtungweisende Beschlüsse aus dem mittelalterlichen Gadebusch. Themen sind u.a. das Schankrecht und der Gebietstausch.

„49 Urkunden. Das ist phänomenal, wenn man bedenkt, Schwerin verfügt über eine Urkunde in seinem Fundus“, so Klaus Leuchtemann. Er zeichnet als Vorsitzender des Kulturausschusses der Stadtvertretung verantwortlich in der Umsetzung. Somit schwebt den Akteuren nach Abschluss der Arbeiten eine Veröffentlichung in Gadebusch vor.

Im Februar blätterten die Schüler der 10. Klasse erstmals in den mittelalterlichen Akten zur Gadebuscher Stadtgeschichte (SVZ berichtete). „Drei konnten bislang übersetzt werden“, freut sich Leuchtemann. Für Jugendliche wie Luca Pache ein Novum, mit echten historischen Unterlagen den Unterricht bestreiten zu dürfen. Auch Museumsleiterin und Archivarin Kornelia Neuhaus-Kühne sieht im Kooperationsprojekt gewinnbringende Aspekte in puncto Bildung, Museums- und Stadtarchivarbeit.

Der jetzt in der Arbeitsgruppe besprochene Zwischenstandsbericht kann sich sehen lassen, wie Lateinlehrerin Kathrin Schmidt und Lehrer Christopher Timm bestätigen. Timm unterstützt die Klasse bei der Übersetzung der Amtsschriften. Einerseits gehe es um die Fakten, anderseits um sprachliche Fehler, die inhaltlich relevant seien. So gab es in der Deutung gravierende Unterschiede, wenn es im damaligen Fürstenhaus in Gadebusch um Schenkung und Verkauf ging. „In einigen Fragen gab es reichlich Diskussionsbedarf. Das liegt vor allem an der unterschiedlichen Auslegung des juristischen Lateins“ erzählt Timm. Schrift und Sprache aus dem Mittelalter, an die sich die Projektteilnehmer teils im Selbststudium heranarbeiten mussten.

Die Eröffnung der Ausstellung ist für den Monat Oktober geplant.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen