Carlow : Einladung in die Kreativwerkstatt

Ingrid Lörke hat jede Menge Ideen. Bei ihrem Kreativbasar hat sie diese präsentiert.
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Ingrid Lörke hat jede Menge Ideen. Bei ihrem Kreativbasar hat sie diese präsentiert.

Ingrid Lörke präsentiert ihre Bastelarbeiten. Zweimal im Jahr lädt die 76-Jährige zu ihrem Basar ein

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29. Juli 2014, 00:00 Uhr

Schon als Vorschulkind musste Ingrid Lörke die Socken ihrer sieben Geschwister stopfen oder Handschuhe stricken. „Wenn ich das nicht gekonnt hätte, hätten mich meine Eltern nicht eingeschult“, erzählt die heute 76-Jährige lachend. Die Carlowerin hat sich ihre Kreativität bis heute erhalten und nach zwei Jahren Pause stellt sie jetzt wieder ihre kreativen Basteleien im eigenen Haus vor.

Es ist kurz nach dem Mittag. Bisher war noch kein Besucher auf dem Kreativbasar von Ingrid Lörke vorbeigekommen. „Das liegt sicher am Wetter. Am Nachmittag kommen sicher einige Leute vorbei“, ist die Carlowerin etwas enttäuscht von der Resonanz. Dabei hat die 76-Jährige in den vergangenen Monaten jede Menge kreativer Ideen in die Tat umgesetzt und will diese jetzt für kleines Geld an den Mann oder die Frau bringen.

Verdienen tut sie dabei nichts. „Ich habe hier kreative Karten zur Geburt mit kleinen Söckchen. Die alleine kosten schon 2,50 Euro, soviel wie die ganze Karte“, erzählt Ingrid Lörke. Doch auf einen Gewinn käme es ihr auch nicht im Geringsten an. Ihr sei es wichtig, ihre Ideen endlich wieder verwirklichen zu können, sagt sie.

Windlichter in verzierten Marmeladengläsern oder in laminierten Folien, Sturmaschenbecher aus Tontöpfen oder Willkommens-Bilder auf Dachziegeln hat die Carlowerin im Angebot. Ihr ganzer Stolz sind zahlreiche Tabletts verschiedener Größen und Motive. Ihr gelungenstes Werk zeigt ein Frauengesicht mit einem Hut aus dem 19. Jahrhundert, dem sogenannten Vintage-Stil. 18 Euro kostet das einzigartige Stück. „Soviel hat schon das Grundgerüst, also das pure Tablett gekostet“, erzählt die Künstlerin. Das Übrige ist per Serviettendruck entstanden und kann durchaus im täglichen Gebrauch benutzt werden.

Hilfe und Ratschläge bekommt die Carlowerin durchaus auch mal von den Urenkeln. „die sind erst elf, aber sagen mir schon mal, dass diese Farben zu krass sind oder das Motiv nicht passt. Wenn ich kann, setze ich ihre Ideen um“, sagt Ingrid Lörke.

Mitte der 1950er Jahre kamen Ingrid und ihr Mann Rudi Lörke nach Carlow, 1974 zogen sie an den Ortseingang aus Richtung Rehna kommend. Vor einigen Jahren, die zwei Söhne waren aus dem Haus und das Rentenalter erreicht, konnte die rüstige Rentnerin endlich wieder an ihre jugendliche Leidenschaft anknüpfen. Ein- bis zweimal pro Jahr lädt sie nun zum Kreativbasar ein.

Das nächste Mal will sie sich auf dem Schönberger Museumsfest am Sonntag, 31. August, präsentieren. „Ich musste aufgrund einer Operation zwei Jahre pausieren. Jetzt muss ich mich erst einmal wieder ins Gedächtnis der Interessenten zurückbringen“, sagt die kreative Künstlerin.


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