Gemeinde Krembz : Einigung im Streit um Windpark-Zufahrt

Die alte Kopfsteinpflasterstraße von Stöllnitz zur Baustelle des Windparks  ist durch den Durchfahrtsverkehr der schweren Lkw in Mitleidenschaft gezogen worden. Bürgermeister Werner Guschewski hatte in der vergangenen Woche den Weg für Baufahrzeuge sperren lassen.
Die alte Kopfsteinpflasterstraße von Stöllnitz zur Baustelle des Windparks ist durch den Durchfahrtsverkehr der schweren Lkw in Mitleidenschaft gezogen worden. Bürgermeister Werner Guschewski hatte in der vergangenen Woche den Weg für Baufahrzeuge sperren lassen.

Gollan hat Instandsetzung zugesagt. Die Frist wurde vom Amt Gadebusch verlängert

svz.de von
17. Juli 2014, 00:02 Uhr

Der Streit um den Zufahrtsweg zur Baustelle des Windparks bei Stöllnitz hat sich entspannt. „Die Frist für die Instandsetzung des Kopfsteinpflasterweges hatte ich auf das Ende nächster Woche gesetzt“, sagt Werner Guschewski, Bürgermeister der Gemeinde Krembz. „Und ich habe jetzt die schriftliche Zusage vorliegen, dass die Firma Gollan bis zum Ende der Frist den Weg wieder hergerichtet haben wird.“ Die Fertigstellung müsse die Firma bei ihm anzeigen. Dann könne eine Begehung vorgenommen und sich die Instandsetzung vor Ort angeschaut werden.

Innerhalb weniger Tage war besagter Weg durch die Schlepper, die zur Baustelle fuhren, so zerfahren worden, dass er aus Sicherheitsgründen habe gesperrt werden müssen, erklärte der Bürgermeister gegenüber der SVZ (wir berichteten).

Ebenfalls etwas beruhigt habe sich die Lage bezüglich der Zufahrtsstraße im Pokrenter Weg in Stöllnitz, berichtet Andreas Lausen, Leiter des Amtes Gadebusch. Bürger hatten sich über Lkw beschwert, die mit Schwerlast durch den Ort in Richtung Baustelle fuhren und den Asphalt der Straßen in Mitleidenschaft gezogen hätten (wir berichteten).

Gestern endete die Frist, die Andreas Lausen dem Unternehmen Naturwind, das den Windpark bauen lässt, und der Firma Gollan setzte. Darin forderte der Amtsleiter die Unternehmen auf, die Straße wieder instand zu setzen und abschließend gemeinsam mit dem Amt abzunehmen. „Wir haben die Frist jetzt um eine Woche bis zum 25. Juli verlängert“, sagt Lausen. „Und ich bin optimistisch, dass diese eingehalten und der alte Zustand wieder hergestellt wird.“

Auch Annekathrin Schmidt, Assistenz der Geschäftsführung bei Gollan, spricht von einer „freundschaftlichen Einigung“ in den Streitfällen. „Im Pokrenter Weg wird ein kleiner Teilbereich der Betonspurbahn von uns ausgebaut und es werden Betonrechteckpflaster eingebaut.“ Zudem sollen im Waldgebiet die Bankette, die seitlichen Befestigungen am Wegesrand, mit Betonrecycling neu hergestellt werden. „Als Stütze für das Natursteinpflaster.“ Am Montag kommender Woche sollen die Arbeiten beginnen.

Diese Maßnahmen jedoch würden ohne Anerkennung einer Rechtspflicht von Seiten Gollans übernommen, betonte Schmidt. „Dies ist kein Schuldeingeständnis unsererseits.“ Dennoch sei sie froh, dass der Streit mit dem Bürgermeister beigelegt werden konnte. Für Werner Guschewski scheint die Sache aber noch nicht geklärt: „Die Strafanzeige gegen die Firma Gollan bleibt aber nach wie vor bestehen“, betont der Bürgermeister.

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